Wochenendkolumne

Zwischen den Zeilen: Ein altes Defizit und ein bisschen Gemecker

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HZ-Redakteur Karl Schönholtz.

Um eine Überraschung im Hersfelder Haushalt, eine holprige Straße, lange Wartezeit und Ingrid Steeger geht in es der aktuellen Kolumne von Karl Schönholtz. 

Die völlig aus dem Ruder gelaufene Diskussion über das Defizit der letztjährigen Bad Hersfelder Festspiele haben wir gerade hinter uns, da droht schon die Fortsetzung: Beim Blick in den Haushalt 2020 fiel manchem Stadtpolitiker erstmals auch die Jahresrechnung 2018 ins Auge. Und die weist statt des ursprünglich eingeplanten städtischen Zuschusses von rund 1,4 Millionen Euro einen Betrag von 2,2 Millionen aus, also 800 000 Euro mehr als vorgesehen. Das wurde bisher weder kommuniziert noch als überplanmäßige Ausgabe beschlossen. Zumindest konnte sich keiner meiner Gesprächspartner daran erinnern.

Wer sich die Zahlen genauer anschaut, entdeckt, dass alleine 600 000 Euro der Mehrkosten auf Abschreibungen entfallen. Das kann mit dem kurzfristig abgesetzten Stück „Das Karlos-Komplott“ zu tun haben, das wegen des Rücktritts des damaligen Intendanten Dieter Wedel vom Spielplan verschwand.

Erklärungsbedürftig ist das trotz der verstrichenen Zeit und dem Umstand, dass der Fehlbetrag offenbar problemlos gedeckt werden konnte, allemal. Kann man ja auch mal ganz sachlich drüber reden ...

Aufgefallen ist es zuerst meinem Sohn: Auf der Fahrt über die neue Brücke der Bundesstraße 62 über die Bahn bei Bad Hersfeld geht es auf der linken Spur aus Richtung Asbach ziemlich holperig zu. Bei weiteren Fahrten habe ich dann selber darauf geachtet und muss sagen: Stimmt. Auf der rechten Seite und den beiden Gegenfahrbahnen ist es dagegen so, wie man es bei einer neuen Brücke erwarten darf: alles glatt und eben.

Und noch mal gemeckert: Die Fußgängerampel über die Dippelstraße zum und vom Schilde-Platz ist schon seit Langem ein Ärgernis, und das gleich in mehrfacher Hinsicht.

Zum einen hat man das Gefühl, dass die Umläufe noch immer so getaktet sind wie zu Zeiten, als hier noch das Firmengelände von Babcock und entsprechend weniger Fußgängerfrequenz war.

Muss man hier also ohnehin schon ewig auf grünes Licht warten, so ist der Taster auf der Seite des VR-Parkplatzes derart schwergängig, dass er oft nicht mehr reagiert. Wer das nicht weiß, der darf noch eine weitere Runde den vorbeibrausenden Verkehr auf dem Stadtring bewundern.

Ohnehin ist es nicht zu verstehen, dass hier nicht automatisch grünes Licht für die Fußgänger erscheint, sondern nur auf Anforderung. Am Übergang von der Breitenstraße zur Hochbrücke auf der anderen Seite der Innenstadt gibt es zwar auch Taster für die Fußgänger, doch die sind Fake – es wird automatisch immer grün.

Wer kann also Abhilfe schaffen? Die Stadt kennt das Problem, verweist aber auf die Zuständigkeit von Hessen Mobil. Liest man bei Hessen Mobil unsere Zeitung?

Um die Gesundheit von Ingrid Steeger war es wohl wesentlich schlechter bestellt als zunächst angenommen. Dass die Schauspielerin im Hersfelder Klinikum auf der Intensivstation lag, hatten wir mitbekommen. Jetzt ist in den bunten Blättern sogar von zeitweiligem Herzstillstand die Rede. Da kann man wohl von Glück sagen, dass die sympathische Blondine, die wir bei den Festspielen im vergangenen Sommer doch so lieb gewonnen haben, offenbar einen guten Freund an ihrer Seite hat und jetzt wieder Pläne für eine gemeinsame Zukunft schmiedet. (ks)

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