Neues Konzept

Zukunft der Kirchenmusik im Kreis: Eine klangvolle Marke 

Ein neues Konzept für die hauptamtliche kirchenmusikalische Arbeit hat die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck auf den Weg gebracht.

Wie sich das auf die Arbeit der Kantorinnen und Kantoren im neuen Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg auswirken wird, ist allerdings noch nicht bekannt.

„Bis Anfang April sollen wir genauere Informationen erhalten, wie das neue Konzept umgesetzt wird“, teilte der Hersfelder Dekan Dr. Frank Hofmann auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Ihm ist die Kirchenmusik ein großes Anliegen, deshalb hat er unmittelbar nach der Synode beim zuständigen Dezernat im Landeskirchenamt nachgefragt. Erfahren hat er dort jedoch noch nichts Konkretes. Es würden nun die Rahmenrichtlinien entwickelt. Die Umsetzung solle im Jahr 2022 beginnen, sagte der Dekan.

Laut einer Pressemitteilung von Pfarrerin Petra Schwermann, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit im Landeskirchenamt, soll es künftig 35 Regionalkantorate im Bereich der Landeskirche geben. „Dazu gehören Bezirkskantorate, die mit einem Stellenanteil einer Gemeinde und einem Kirchenkreis zugeordnet sind (22) sowie Bezirkskantorate, die mit einem speziellen Aufgabenprofil versehen sind: Posaunenarbeit (3), Popularmusik (5), Musizieren mit Kindern und Jugendlichen (5). In Kassel, Marburg und Hanau wird es Stadtkantorate geben. Für die Leitung der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte und den Landeskirchenmusikdirektor ist jeweils eine Stelle vorgesehen.“

Zunächst keine Änderungen

Für die kirchenmusikalische Arbeit im Kreis ändert sich, so betont Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum, erst einmal nichts. Im Dezernat werde im Laufe des Jahres 2020 ein Masterplan erstellt, mit dem die insgesamt 40 hauptamtlichen Stellen nach bestimmten Kriterien den einzelnen Regionen zugeordnet werden sollen. Vier Regionen werden gebildet. Innerhalb der Regionen sollen dann die Verantwortlichen entscheiden, wo Schwerpunkte liegen und wo sie was ansiedeln wollen. All das soll zwischen 2022 und 26 umgesetzt werden.

„Interessant ist jetzt die Frage, wo die Profilstellen angesiedelt werden“, sagt Dekan Hofmann. Derzeit ist etwa ein Kantor für Popularmusik in Heringen tätig. Weitere Kantorenstellen gibt es in Rotenburg und Philippsthal.

Sämtliche hauptamtliche Kirchenmusikstellen werden ab 2022 in landeskirchlicher Trägerschaft sein, das heißt, die jeweiligen Kantoren sind nicht mehr bei Kirchengemeinden oder den Kirchenkreisen angestellt, sondern bei der Landeskirche. So soll die Personalgewinnung erleichtert und volle Stellenkontingente gewährleistet werden.

Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum beschreibt Kirchenmusik als „klangvolle Marke von Kirche – einladend, werbend, hörbar und sichtbar“. Sie sei eine „intensive Kontaktfläche“ und sorge bei Hörenden und Machern für eine eigene „kirchliche Erlebniswelt“.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter kirchenmusik-ekkw.de, StichwortReformprozess

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