Gastspiel Circus Krone in Bad Hersfeld

Mandana - Zirkuskunst, die das Herz berührt

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Atemberaubend: In zehn Metern Höhe zeigt die Gruppe Los Robles aus Kolumbien faszinierende Hochseilartistik. Als Pyramide schreiten vier Männer und drei Frauen über das straff gespannte Seil.

Der Circus Krone gastiert zurzeit mit seinem Programm „Mandana – Circuskunst neu geträumt“ in Bad Hersfeld.

Romantische Liebe, atemberaubende Spannung, fasziniertes Staunen und herzliches Lachen – der Circus Krone gastiert zurzeit mit seinem Programm „Mandana – Circuskunst neu geträumt“ in Bad Hersfeld und führt seine Besucher durch ein Wechselbad der Gefühle. Langeweile kommt jedoch in der perfekt choreografierten Show keine Minute auf.

Dafür wächst die Bewunderung für die in der Manege gezeigten Leistungen mit jeder Nummer. Es ist ein Gesamtkunstwerk, dass das Krone-Team hier präsentiert, eine Geschichte, in die die einzelnen Darbietungen eingebunden sind. Entwickelt wurde die Show von Bence Vági, einem ungarischen Künstler, Regisseur und Choreografen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Poesie des Tanzes und die Magie des Zirkus miteinander zu verbinden.

Dass dieses Konzept funktioniert, erlebten die etwa 2000 Besucher der Premierenvorstellung am Donnerstagabend im gut gefüllten Zelt. Sie erlebten die Geschichte der Pferdeprinzessin, die der Liebe begegnet und ihr Herz an den wilden Löwen-Prinz verliert. Wie die beiden zueinander finden und ein gemeinsames Leben beginnen, das erzählen Artisten hoch unter der Zirkuskuppel oder auf dem Rücken der Pferde ebenso wie die lustigen Clowns. Den klassischen dummen August gibt es allerdings beim Zirkus Krone nicht, vielmehr das zauberhafte Trio Without Socks mit schrägen Späßen während der Umbaupausen und den Comedian Steve Eleky, der den Hofnarren gibt, alle seine Zaubertricks verrät und mit seinem ständigen Lachen über eigene Witze das Publikum zu Heiterkeitsstürmen hinreißt.

Hofnarr Steve Eleky verrät alle Zaubertricks.

Ungläubig staunend sieht man zudem dem „Gummimenschen“ Aleksandr Batuev zu, der seinen Körper aufs Anmutigste unglaublich verrenkt und schließlich in eine klitzekleine Kiste klettert.

Aleksandr Batuev fasziniert als Gummimensch.

Feuchte Hände vor Spannung gibt es dagegen allein beim Zugucken, wenn die Hochseilartisten der Gruppe „Los Robles“ hoch unter Zeltdach über das Seil spazieren, springen, radeln und schließlich eine Menschenpyramide bilden.

Große Erleichterung: Zirkuschef Martin Lacey ehrt die Artisten Amaliia Avanesian und Yevhen Morhun, die nach einem Unfall in Bielefeld, wo er aus großer Höhe abstürzte, nun erstmals wieder aufgetreten sind.

Größten Respekt verdienen Yevhen Abekumov und Amaliia Avenasian von der Gruppe Flash of Splash. Abekumov ist im Juli bei einem Auftritt in Bielefeld abgestürzt und verletzte sich schwer. In Bad Hersfeld schwebten und turnten die beiden erstmals wieder in schwindelnder Höhe.

Schwindelig werden konnte einem auch bei der anmutigen Trapeznummer der Truppe „Non Stop“.

Auch wenn Tierdressuren im Zirkus umstritten sind: Die Pferdedressuren von Lana Mandana Lacey Krone und der Auftritt von Martin Lacey jr. mit seinen Löwen und Tigern zeigen eine tiefe Verbundenheit und großes Vertrauen zwischen Mensch und Tier und berühren.

Die rundum sehenswerte Show ist am Samstag um 15.30 und um 19.30 Uhr zu sehen, am Sonntag um 14 und um 18 Uhr und am Montag um 15.30 Uhr.

Circus Krone gastiert in Bad Hersfeld

VON CHRISTINE ZACHARIAS

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