Neues Familienzentrum Hohe Luft in Bad Hersfeld 

Zentrum für Familien und alle Generationen feierte Geburtstag

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Ein Schild, das die Begegnungsstätte Hohe Luft als Familienzentrum ausweist, überreichte Fachbereichsleiterin Jutta Hendler (links) an die Leiterinnen Yvonne Schön und Tanja Zehb sowie die Leiterinnen der Kindertagesstätten Rasselbande und Rappelkiste, Elke Riegelmann und Elke Burghardt. (Um das ganze Bild zu sehen, klicken Sie einfach auf das kleine Kreuz.

Bad Hersfeld. Zusammen feiern und arbeiten – das ist das Prinzip des neuen Familienzentrums Hohe Luft. Auch der 20. Geburtstag der Begegnungsstätte Helfersgrund wurde gefeiert.

Yvonne Schön, die die Begegnungsstätte Helfersgrund, die jetzt zum Familienzentrum Hohe Luft wurde, gemeinsam mit Tanja Zehb leitet, legt großen Wert darauf, dass in ihrem Haus nicht irgendein Programm läuft, sondern das, was die Menschen im Stadtteil wirklich wollen und brauchen und wobei sie ihre Fähigkeiten einbringen können.

Unter anderem gibt es eine sehr engagierte Nähgruppe, die ihre Kreationen bei einer Modenschau vorführte, und eine Bauchtanzgruppe, die ebenfalls eine Kostprobe ihres Könnens gab. Kinder und Jugendliche treffen sich dort zu verschiedenen Freizeitangeboten, es gibt Beratung für alle Probleme des Alltags und einen Seniorentreff im Betreuten Wohnen in der Dresdner Straße. Sehr beliebt sind die Familienfreizeiten. Die Kindertagesstätte Rasselbande im Haus und die benachbarte Rappelkiste sind Teil des Zentrums.

Für die Arbeit der Begegnungsstätte gab es jede Menge Lob. Erster Stadtrat Gunter Grimm würdigte die fantastische Arbeit und das unermüdliche Engagement der Mitarbeiter, Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz sprach von einer „unglaublich tollen Arbeit“ und lobte die vielfältigen Hilfestellungen und die generationenverbindenden Angebote.

Zentren vom Land gefördert

Die Familienzentren in Bad Hersfeld – nach Informationen der Fachbereichsleiterin Jutta Hendler ist Bad Hersfeld die einzige Stadt in Hessen mit zwei derartigen Zentren – werden vom Land gefördert. Sowohl im Mehrgenerationenhaus Dippelmühle als auch in der Begegnungsstätte Helfersgrund sind so zusätzliche Angebote möglich, die den Besuchern erlauben, ihre Kompetenzen und Potenziale zu stärken und zu nutzen.

Gemeinsam musizieren: Beim Fest zum 20. Geburtstag der Begegnungsstätte Helfersgrund wurde auch die Ernennung zum Familienzentrum gefeiert. Neben der Gitarrengruppe aus dem Mehrgenerationenhaus Dippelmühle wirkten auch die Besucher selber mit Boomwhackern mit. Fotos: Zacharias

Jutta Hendler dankte nicht nur allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern auch den Netzwerkpartnern – den Schulen, den Schulsozialarbeiten, der Stadtjugendpflege, dem Fachdienst Migration und den Vereinen.

Tanja Wohlberedt vom Leitungsteam des Mehrgenerationenhauses Dippelmühle, seit April ebenfalls Familienzentrum, und zwar für die Innenstadt, stellte die dortigen Angebote vor, die vor allem das Ziel haben, junge und alte Menschen zusammenzubringen. Neu ist die Vermittlung von Leihgroßeltern.

Für Kinder, Eltern und alle anderen Gäste gab es dann ein buntes Programm und viele süße und herzhafte Köstlichkeiten, alles von den Nutzern des Zentrums selbst hergestellt bzw. erarbeitet.

Hintergrund

20 Jahre Begegnungsstätte Helfersgrund

Nach dem Abzug der amerikanischen Armee entstand aus der deren ehemaliger Schule im Jahr 1998 eine Begegnungsstätte. Aufbauarbeit leisteten Maria Wieczorek und Rolf Hofmann, die zuvor schon den Stadtteilladen Hohe Luft betreut und Kontakte geknüpft hatten. Eröffnet wurde die Begegnungsstätte im Juni 1998, im November bezog die Sinti-Gemeinde Jesus einen Teil des Gebäudes.

 „Das Programm hat sich immer je nach den Bedürfnissen der Besucher entwickelt“, sagt Maria Wieczorek. Ihr persönlicher Schwerpunkt war „Kultur gegen Gewalt“. Es gab Kunstaktionen, Theater, Trommeln, Fotografie, es wurde gerappt und gesägt, gebastelt und geschrieben. Das heutige Aussehen des Zentrums mit seiner bunten Wandbemalung ist das Ergebnis einer solchen Kunstaktion. Im Zentrum gab es nicht nur Angebote für Kinder, sondern auch Beratung für Eltern und viele erfolgreiche Integrationsprojekte. (zac)

Von Christine Zacharias

Begegnungsstätte Helfersgrund feierte 20. Geburtstag und neue Aufgaben als Familienzentrum

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