Beerdigungen weiterhin mit Einschränkungen

Abschiednehmen auf Distanz

ARCHIV - Zum Themendienst-Bericht vom 30. März 2020: In der Corona-Krise kann der Abschied von Verstorbenen womöglich nicht so ablaufen, wie Hinterbliebene sich das gewünscht haben. Foto: Sebastian Willnow/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++ | Verwendung weltweit
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Bei Beerdigungen ist zurzeit vieles anders als in „normalen“ Zeiten.

Wer einen geliebten Menschen verliert, ist im emotionalen Ausnahmezustand. Noch schwieriger wird es, wenn trauernde Angehörige in Zeiten von Corona Abschied nehmen müssen.

Seit der Corona-Krise gelten nämlich auch für Trauerfeiern und Beerdigungen strenge Vorschriften.

Die umfassenden Kontaktbeschränkungen in Hessen bleiben bis Ende Juni, doch die Corona-Regeln sind auch in Hessen für Beerdigungen gelockert worden. Es können wieder Gottesdienste stattfinden und auch Trauerfeiern und Beerdigungen in mehr als nur dem engsten Kreis. Allerdings muss sich Jedermann an das Konzept des Robert- Koch-Instituts für Gottesdienste halten, das detaillierte Regeln beinhaltet. Es gilt auch für Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen.

Die besagen: ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen muss eingehalten werden (ausgenommen zwischen Personen aus demselben Hausstand). Vom Mindestabstand ausgenommen sind nur Personen, die in einem Haushalt zusammenleben. Gegenstände, wie beispielsweise das Kollekten-Körbchen, dürfen nicht entgegengenommen und anschließend weitergereicht werden. Geeignete Hygienemaßnahmen wie das Aufstellen von Desinfektionsspendern sind sicherzustellen.

Zudem müssen die Glaubensgemeinschaften die erforderlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen entsprechend am Versammlungsort gut sichtbar aushängen und Maßnahmen zur Steuerung des Zutritts zwecks Vermeidung von Warteschlangen ergreifen.

Auch wenn die Zusammenkünfte bei Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen wieder möglich sind, bleibt die Beerdigung dennoch ein Abschiednehmen mit Abstand. Angehörige und Trauergäste sind verpflichtet, den Infektionsschutz einzuhalten. Das bedeutet: Kondoliert wird jetzt nicht mehr mit Umarmungen, nicht mal mit einem Handschlag darf man seine Beileidsbekundung ausdrücken - für trauernde Angehörige eine zusätzliche Belastung.

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