Teilnehmer des 12. Classic-Jazz-Workshops zeigten, was sie gelernt haben

Wunderbare Jazz-Welt: Abschlusskonzert im Buchcafé

Dicke Backen: Bei einem Jazz-Konzert dürfen Trompetenklänge nicht fehlen.

Bad Hersfeld. Was haben der Jazz und das Zaubern gemeinsam? Es ist das Timing! Ohne das richtig gesetzte Timing gehen das Bauchkribbeln und der Aha-Effekt bei den Zuschauern verloren. So zumindest brachte es Workshopteilnehmer Juno (Trompete) auf den Punkt und hatte die Lacher auf seiner Seite.

Aber das war nicht der Hauptakt am Samstagabend beim großen Abschlusskonzert des 12. Classic-Jazz-Workshops im erneut ausverkauften Buchcafé.

Im Mittelpunkt des Interesses standen vielmehr die extra für diesen Abend zusammengestellten acht Combos, die ihre gerade frisch erlernten Fertigkeiten den Gästen präsentierten.

Die Formation „1145 – Viertel vor Zwölf“ startete mit Sängerin Karin Härdener in die wunderbare Welt des Jazz mit einer grandiosen Version von „What A Wonderful World“. Weiter ging es mit der neunköpfigen Band „Blues First“ und dem „Wulfrudel“, bevor die „Fly Catchers“ mit „Never Swat A Fly“ ein Jazzthema aus den 1930er-Jahren interpretierten. Damit forderten sie auch die erste Zugabe mit „Hey Man“ heraus, bei der sich alle im Saale so regelrecht warm sangen.

Nach der Pause folgte die „Michael Swinging Romance“ mit „The Ladie Is A Tramp“. In der Umbaupause zeigte Juno Emma, wie wichtig das Timing und das Zaubersalz auch beim Spiel mit den Zauberbällen sind.

Ein exzellenter 14-stimmiger Workshopchor intonierte schließlich das „Lullaby Of Birdland“ von Ella Fitzgerald mit dem magischen „That’s the kind of magic music we make with our lips, when we kiss“.

Und die „Teppichklopfer“ zogen mit „Come Back, Baby“ von Aretha Franklin ihr klassisches Soul-Ass mit Piano, Kontrabass, drei Saxophonen, Schlagzeug, Banjo, Trompete, Posaune und einer Bluesharp aus dem Ärmel.

Mit den abschließenden beiden Stücken „Nerven aus Stahl“ und „Tristeza“ (Traurigkeit) entführten die „Gringo Samba“ die Zuhörer ins ferne Brasilien. Sie bewegten den ganzen Saal dazu, im Zweiviertel-Takt der Samba zu träumen und zu tanzen und noch ein bisschen bei der anschließenden Jam-Session zu verweilen.

Ein großer Dank von Gastgeber und Jazz-Musiker Jan Luley ging speziell an die vielen ehrenamtlichen Helfer im Buchcafé, die diese erfolgreiche Jazzwoche erst ermöglichten. (sen)

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