Zwischen den Zeilen

Starke Frauen und der Wert der Bäume

Christine Zacharias, Redakteurin Hersfelder Zeitung
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Christine Zacharias, Redakteurin Hersfelder Zeitung

In unserer Wochenkolumne „Zwischen den Zeilen“ schreibt Christine Zacharias über einen Arbeitgeber, der Frauen bewusst fördert, über neue Bäume und verschwundene Steine und einen fehlenden Termin.

Bad Hersfeld - Als ein besonders guter Arbeitgeber für Frauen ist jetzt das Deutsche Rote Kreuz in Fulda ausgezeichnet worden. Darüber informierte DRK-Präsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg aus Hausen unsere Zeitung. Zum wiederholten Mal erlangte der Geschäftsbereich Senioren diese Auszeichnung mit fünf von fünf möglichen Sternen in einer Aktion der Zeitschrift „Brigitte“. Auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist das DRK Fulda als Arbeitgeber aktiv, nämlich als Betreiber des Seniorenzentrums in Friedewald. Kriterien, die bei der Auswahl eine Rolle spielten, sind zum Beispiel die Leistungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Flexibilität der Arbeit, Karriereförderung für Frauen, Transparenz und Gleichstellung, familienfreundliche Dienstplanung oder Team-Coaching. 600 Beschäftigte, auch in Friedewald, profitieren im Seniorenbereich des DRK Fulda von der Auszeichnung und den Bemühungen ihres Arbeitgebers um Frauenförderung, die auch der Präsidentin ein großes Anliegen ist.

So ein eigener Baum in einem Bad Hersfelder Park, das wäre doch eigentlich ein schönes Geschenk zur Geburt eines kleinen Mückenstürmers. Das dachten sich Bad Hersfelder, nachdem sie in unserer Zeitung von der Aktion „70 Bäume für 70 Jahre Festspiele“ gelesen hatten. Ein wenig erstaunt waren sie dann aber, als sie den Preis erfuhren, der für eine solche Baumspende investiert werden muss: Etwa 1000 Euro kostet so ein Baum. Eine Nachfrage bei der Stadt ergab, dass die Bäume, die hier gepflanzt werden sollen, ja bereits mehrere Jahre in Baumschulen gezogen und gepflegt worden sind. Einfach irgendwo einen Baum ausgraben und neu pflanzen, das funktioniere in der Regel nicht, da müsse schon entsprechend Jahr für Jahr der Wurzelballen vorbereitet werden. Und weil die Bäume auch bereits eine gewisse Größe haben sollen, seien sie eben ein wenig teurer. Auch die Arbeiten fürs Pflanzen und die Pflege bezahlt der Spender mit. Ein wirklich wertvolles Geschenk also.

Wertvoll, wenn auch nicht ganz so teuer sind Karten für die Bad Hersfelder Festspiele. Der Vorverkauf sollte eigentlich Mitte November beginnen, doch weil sich die Planung und Organisation aufwendiger als sonst gestaltet, wird es wohl Ende November werden, bis die Festspiele ihren Spielplan veröffentlichen. Auf jeden Fall im Hinterkopf behalten als Weihnachtsgeschenk.

Einen eher ideellen Wert haben die Bad Hersfelder Steine, die im Frühjahr während des ersten Lockdowns von vielen Menschen gemalt und verziert und dann auf der Mauer vor der Stiftsruine abgelegt wurden. Viele der Steine fanden dann auch schnell wieder Abnehmer, die sie entweder für den eigenen Garten mitnahmen oder an anderer Stelle auslegten. Von der Stadt seien die Steine jedenfalls nicht entfernt worden, versichert Pressesprecher Meik Ebert. Wie auch immer, inzwischen sind alle Steine von der Mauer verschwunden. Zeit also, neue Mutmacher und Lächeln-insGesicht-Zauberer anzufertigen. (Christine Zacharias)

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