Weitere negative Entwicklung, obwohl Autos zugelassen waren

Wieder Fußgängerzone an Stadthaus und Klaustor

Das Quartier rund um das Stadthaus und die Klausstraße wird jetzt wieder als Fußgängerzone ausgewiesen. Foto:  Stadtverwaltung/nh

Bad Hersfeld. Das Quartier rund um das Stadthaus und die Klausstraße in Bad Hersfeld wird künftig wieder als Fußgängerzone ausgewiesen. Das hat der Magistrat   beschlossen.

Das Gebiet soll zudem eine weitere Aufwertung erfahren und im Rahmen eines Hessentagsprojektes zum Quartiersplatz der Nachhaltigkeit umgestaltet werden.

Der Bebauungsplan der Kreisstadt Bad Hersfeld aus dem Jahre weist seit 1986 ohnehin den unteren Bereich der Klausstraße (ab der Einmündung Badestube), die Straße Klaustor bis zur Löhrgasse sowie kleinere Teile der Straßen An der Obergeis und An der Untergeis als Fußgängerzone aus.

Bald Beschilderung

Die entsprechenden Hinweisschilder sollen bald aufgestellt werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. In den vergangenen Monaten sei oft wild geparkt und zu schnell gefahren worden.

Vor 1986 war der Bereich rund um das Stadthaus und Klausstraße verkehrsberuhigter Bereich. Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens vor über 30 Jahren wurde das Areal als Fußgängerzone ausgewiesen. Im Laufe der Zeit zeichnete sich ein Rückgang der Geschäftstätigkeit des Einzelhandels mit Wegfall alteingesessener Geschäfte ab. Es kam zu vermehrten Leerständen und schnellen Wechseln von Geschäftsinhabern.

Um den Bereich wiederzubeleben, stellte die CDU-Fraktion im Jahre 2001 einen Antrag, in einem zeitlich befristeten Versuch (und abweichend vom Bebauungsplan) die Fußgängerzone im Bereich des Stadthauses in einen verkehrsberuhigten Bereich mit Kurzzeitparkplätzen zurückzuverwandeln.

Modellversuch nie beendet

Nach einigen Diskussionen wurde dann auch ein Modellversuch gestartet, bei dem ein Befahren des Stadthausbereichs wieder zugelassen wurde. Obwohl der Versuchszeitraum lange abgelaufen ist, wurde der Modellversuch tatsächlich nie offiziell beendet, die damaligen Regelungen wurden bis heute aber weiterhin geduldet.

Stimmen von Anwohnern und Geschäftsleuten sprechen dafür, dass eine weitere negative Entwicklung des Gebiets eingetreten ist. Die Rede war sogar von illegalen Autorennen. (red/rai)

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