Babymonat August

Wieder etwas mehr Geburten im Landkreis: 967 Beurkundungen bis 23. Dezember

Die Zahl der Geburten im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist 2019 wieder etwas angestiegen – die 1000er-Marke wird allerdings nicht erreicht.

967 Geburten hatte Matthias Heyer vom Bad Hersfelder Standesamt bis zum 23. Dezember beurkundet, darunter zwei tot geborene Kinder. Im vergangenen Jahr waren es nur knapp über 900 Geburten gewesen. In den beiden Jahren zuvor war die 1000er-Marke geknackt worden. 2016 hatte es mit 1019 Geburten sogar einen Rekord gegeben – das 1000. Baby war übrigens just am 24. Dezember im Klinikum Bad Hersfeld zur Welt gekommen.

Das Standesamt in der Kreisstadt beurkundet alle Geburten im Klinikum mit der einzigen Geburtshilfestation im Landkreis, und somit fast alle Geburten in Hersfeld-Rotenburg. Zwar bringen nicht alle Mütter aus dem Landkreis ihre Kinder im Klinikum zu Welt, aber ein Großteil. Hinzu kommen andererseits Eltern aus den Nachbarkreisen. Hausgeburten sind heutzutage selten. Immerhin drei verzeichnete Heyer aber allein in seinem Zuständigkeitsbereich.

Matthias Heyer, Standesbeamter in Bad Hersfeld

Von den 967 Neugeborenen bis 23. Dezember 2019 waren 489 weiblich, 478 männlich. Die meisten Kinder kamen laut Heyers Statistik im Sommer zur Welt – 90 im Juni, 92 im Juli und 102 im August. Schwache Monate waren der September mit 70, der November mit 71 sowie der April mit 72 Kindern. 30 Prozent der Mütter hatten ihren Wohnort im Standesamtbezirk, der Rest kam aus anderen Kommunen des Kreises. Verheiratet waren 625 Frauen, das sind 65 Prozent.

Die Zahl der Zwillingsgeburten hat sich zuletzt nicht signifikant verändert, auch wenn der Eindruck täuschen mag. Von bisher 16 Zwillingsgeburten berichtet Werner Hampe, der im Klinikum für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. 2018 waren es zwar „nur“ 13, fünf Jahre zuvor, in 2013, dafür sogar 19.

953 Kinder waren laut Hampe bis 19. Dezember im Klinikum geboren worden. Kleinere Differenzen ergeben sich stets etwa aus „Überhängen“ des Vorjahres – denn für die Beurkundung haben Eltern drei Monate Zeit.

1,57 Kinder je Frau in Deutschland

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht jedes Jahr die Zahlen des Vorjahres. Die Geburtenstatistik 2019 wird voraussichtlich erst im Sommer 2020 vorliegen. Für 2018 meldete das Amt 787 523 Lebendgeborene, das waren mehr als 2017 (784 901), aber weniger als 2016 mit 792 141. 1,57 Kinder brachte eine Frau rein statistisch zur Welt. Das durchschnittliche Alter der Mutter beim ersten Kind betrug zuletzt 30 Jahre. Gesunken ist die Kinderlosenquote bei Akademikerinnen. In Ostdeutschland bleiben Frauen deutlich seltener kinderlos als im Westen. nm

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen/dpa-Bildfunk

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