Gewinner des Architekturwettbewerbs stellten Pläne vor

Wever-Quartier in Bad Hersfeld soll attraktiver werden

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So könnte das neue Quartier aussehen: In der Mitte die katholische Kirche, daneben der Schilde-Park. Deutlich wird die zentrale Lage zwischen Landratsamt, Klinikum, Stadtzentrum und Bahnhof. 

Ihre Pläne für das Wever-Quartier haben Torsten Becker und Thomas Wirth im Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt vorgestellt. Als Wohnquartier könnte es auch Pendler anziehen.

Im hektischen Vorfeld des Hessentags ist ein Zukunftsprojekt der Kreisstadt ein wenig untergegangen: Der Architektenwettbewerb für ein neues Stadtquartier rund um das Wever-Gelände zwischen Bahnhof, Landratsamt und Schilde-Park. Das Stadtplanungsbüro „ToBe“ aus Frankfurt und das Büro für Landschaftsarchitektur „arc.grün“ aus Kitzingen hatten – wie berichtet – den Wettbewerb gewonnen.

Im Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt stellten die beiden Preisträger des Wettbewerbs, Torsten Becker (ToBe) und Thomas Wirth (arc-grün), die Pläne vor. Becker schwärmte von der „exzellenten Lage“ am Schilde-Park und Bahnhof und erklärte, das neue Wohnquartier könnte sogar für Bahnpendler interessant sein.

Als L-förmiger „Vernetzungsraum“ zwischen Klinikum, Landratsamt, Schilde-Park sollen dort „Baufelder zu Wohnhöfen“ werden. Drei Wohnkomplexe – Tuchlager, Wever- und Pfarrhaushof – könnten in unmittelbarer Nähe auch der katholischen Kirche entstehen. Becker denkt dabei an „kleinteilige Gebäude“ mit ruhigen, begrünten Innenhöfen, die dennoch mitten in der Stadt liegen. „Wir wollen kein isoliertes Schattendasein“, sagte Becker und versprach, auch die „Spuren der Vergangenheit, die Identität der Stadt“ erhalten zu wollen. Dazu gehört natürlich die Kirche, die den Plänen zufolge dann „freier steht“. So entstünden „spannende neue Stadt-Räume“. Gleichwohl seien die Entwürfe zunächst nur ein Konzept, das in Zusammenarbeit mit Politik und Bürgern noch verfeinert werden könne.

Das Gehörte überzeugte die Mitglieder des Ausschusses, die nach einigen Nachfragen einstimmig eine förmliche Festlegung auf das Sanierungsgebiet F „Wever-Gelände beschlossen.

So gab unter anderem Andrea Zietz von der NBL/Grünen-Fraktion zu bedenken, dass auch das in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene Landratsamt um einen Anbau erweitert werden soll (wir berichteten). Zietz fürchtete daher Komplikationen. Johannes van Horrick, Fachbereichsleiter der Technischen Verwaltung, versicherte aber, dass es dazu Gespräche mit dem Landratsamt gebe. „Alle Partner sind an einer Gesamtlösung interessiert“, sagte van Horrick. (kai)

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