Fulda-Gerstungen

Michael Roth: Neue Bahntrasse wird nicht den Bergbau von K+S gefährden

Entwarnung fürs Revier: Die neue Schnellbahntrasse soll die Arbeit von K+S nicht beeinträchtigen. Das Bild zeigt den Monte Kali über Dankmarshausen.
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Entwarnung fürs Revier: Die neue Schnellbahntrasse soll die Arbeit von K+S nicht beeinträchtigen. Das Bild zeigt den Monte Kali über Dankmarshausen.

Entwarnung für das Kali-Revier: Der Verlauf der geplanten neuen Schnellbahntrasse Fulda-Gerstungen wird die Abbaugebiete im Werratal nicht tangieren.

Hersfeld-Rotenburg – Nach und nach nehmen die Planungen für das Bahnprojekt Fulda-Gerstungen konkretere Formen an. Nachdem die möglichen Auswirkungen der Schnellbahntrasse auf bestehende und künftige Abbaugebiete im Kalirevier zuletzt auch bei einem Treffen von Vertretern und Vertreterinnen von Politik, Wirtschaft und Bürgerinitiativen zur Sprache kamen (wir berichteten), gibt es in dieser Frage nun Entwarnung.

Gefahr von Bodensenkungen

Wie der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Roth berichtet, ist das von der DB Netz AG beauftragte Ingenieurbüro bei seinen Untersuchungen offenkundig zu dem Ergebnis gekommen, dass im Bereich der K+S-Abbaugebiete ein sehr hohes geologisches Risiko für Tunnel bestehe, weil dort Bodenabsenkungen und Erdfälle auftreten könnten. Deshalb sollen die betroffenen Bereiche bei der Neubaustrecke baulich und betrieblich vermieden werden. Das ausführliche Gutachten soll bei der nächsten Sitzung des Beteiligungsforums am Freitag, 2. Juli, vorgestellt werden.

Schreckensszenario abgewendet

Demnach sollen alle Trassenkorridore im Südosten des Suchbereichs „mit hohem Tunnelanteil mit aktiver Verkarstung“ in den weiteren Planungen nicht mehr verfolgt werden, teilt Michael Roth mit. Das betreffe alle Varianten, die vom südlichen Ausfädelungspunkt Michelsrombach ausgehen. Durch diese Trassenführung wäre insbesondere das „Marbacher Feld“ berührt gewesen, das von der K+S AG als zentrales Abbaugebiet für die künftigen Jahrzehnte vorgesehen ist. Wenn sich diese Variante durchgesetzt hätte, dann hätte im schlimmsten Fall der Verlust von vielen Arbeitsplätzen oder gar ein vorzeitiges Ende des Kalibergbaus in der Region gedroht. „Dieses Szenario ist nun abgewendet“, sagt Roth.

„Gute Nachricht für die Beschäftigten“

Er sei froh, dass diese Option nun endgültig vom Tisch ist. Die Untersuchungen der DB Netz AG hätten eindeutig ergeben, dass alle Trassenvarianten, die die Zukunft des Kalibergbaus in der Region deutlich beeinträchtigt hätten, aus dem Rennen sind. „Das ist eine gute Nachricht für die Beschäftigten im Kalirevier, aber auch für unsere gesamte Region“, so Roth. Schließlich sei der Kalibergbau seit jeher Motor für wirtschaftlichen Wohlstand und Arbeitsplätze in Nordosthessen. (kai)

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