Magistrat beschließt dauerhaft neuen Standort wegen positiver Resonanz

Bad Hersfelder Weihnachtsmarkt findet künftig immer im Stiftsbezirk statt

Besondere Atmosphäre: Der Bad Hersfelder Weihnachtsmarkt soll künftig dauerhaft an der Stiftsruine stattfinden.
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Besondere Atmosphäre: Der Bad Hersfelder Weihnachtsmarkt soll künftig dauerhaft an der Stiftsruine stattfinden.

Der „Weihnachtsmarkt der Träume“ soll auch zukünftig im Stiftsbezirk rund um die Ruine in Bad Hersfeld stattfinden.

Bad Hersfeld – Das hat der Magistrat in seiner Sitzung am Montagabend beschlossen. Von zentraler Bedeutung sei die Magistratsmitglieder die äußerst positive Publikumsreaktion auf den neuen Standort des Weihnachtsmarkts gewesen, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus.

Die Stadt verweist auf die positiven Reaktionen in den sozialen Medien und der örtlichen Presse. Der Weihnachtsmarkt war wegen der aktuellen Corona-Lage vom Linggplatz in den Stiftsbezirk verlegt worden.

Die Besucher hätten sich „offensichtlich im Stiftsbezirk sicher gefühlt und konnten in einer entspannten Atmosphäre den Weihnachtsmarkt und sein kulinarisches sowie handwerkliches Angebot genießen“, heißt es in der Mitteilung. Der historische und bedeutungsträchtige Ort rund um die Ruine mit der außergewöhnlichen Beleuchtung und dem Märchenwald „bot ein gelungenes Ambiente und hob sich nach Aussage vieler Gäste von zahlreichen anderen Weihnachtsmärkten deutlich ab“, stellt die Stadt fest. Insgesamt hätten etwa 80 000 Besucher den Märchenwald durchlaufen, oftmals auch mehrfach. Der Märchenwald soll daher auch im nächsten Jahr wieder präsentiert und um neue Geschichten erweitert werden.

Bürgermeister Thomas Fehling hatte sich schon früh für den Stiftsbezirk als Standort für den Weihnachtsmarkt ausgesprochen. „Ich freue mich darüber, dass der Magistrat diese Einschätzung nun bestätigt hat. Das schafft Planungssicherheit für unsere Organisatoren und ihre Partner. Ich bin überzeugt, dass wir jetzt mit ausreichendem Vorlauf für den nächsten Weihnachtsmarkt weitere Beschicker und Standbetreiber gewinnen können.“

Anders als am Linggplatz bietet der Stiftsbezirk bessere räumliche und organisatorische Möglichkeiten, um die Attraktivität des Bad Hersfelder Weihnachtsmarktes auf ein neues Niveau zu entwickeln. Die Planungen sehen deshalb für 2022 die Schaffung verschiedener Quartiere vor, um unter anderem auch die Stadtmauer, den Bereich um das Finanzamt, das Fruchtmagazin und die Stiftsruine selbst noch stärker einzubeziehen. Weiterhin setzen die Veranstalter vom Fachbereich Stadtmarketing darauf, dass auch örtliche Vereine durch musikalische Beiträge, Lesungen und vieles andere am Weihnachtsmarkt beteiligt werden. Auch für die Bad Hersfelder Festspiele biete sich dort die „herausragende Möglichkeit, offensiv für die Festspiele zu werben und das Weihnachtsgeschäft für den Kartenvorverkauf zu nutzen“. Geplant sei zudem, den Linggplatz und die Innenstadt mit dem Weihnachtsmarkt im Stift stärker zu verzahnen. So soll ein Lichtband von der Stiftsruine zum Linggplatz den Übergang schaffen, in dem weitere Attraktionen wie beispielsweise eine Eisstockbahn, ein Kinderkarussell, zusätzliche Glühweinstände und vieles mehr ihren Bestimmungsort finden. Auch in der Breitenstraße werde erneut die Winteralm präsentiert.

Bürgermeister Fehling ist zuversichtlich, dass ein solcher Weihnachtsmarkt „ein absolutes Alleinstellungsmerkmal“ für die Stadt werden kann und auch überregionale Wirkung entfalten könne.

Stadtmarketing kann mit neuem Standort leben

Der Stadtmarketingverein – der Zusammenschluss der Einzelhändler und Gastronomen in Bad Hersfeld – steht einer dauerhaften Verlegung des Weihnachtsmarkts in den Stift aufgeschlossen gegenüber. „Ich hatte dazu immer ein ambivalentes Verhältnis“, räumt der Erste Vorsitzende Achim Kniese ein. Der Stiftsbezirk biete aber tatsächlich die Chance, den Bad Hersfelder Weihnachtsmarkt auch überregional zu einem touristischen Anziehungspunkt zu machen. Andererseits würden damit auch Besucher aus der Innenstadt abgezogen.

Trotzdem ist auch Kniese von dem „wunderschönen Ambiente“ im Stiftsbezirk begeistert. „Markus Heide und Matthias Glotz vom städtischen Fachbereich Stadtmarketing haben da sehr gute Arbeit gemacht“, lobt Kniese. Wenn, wie geplant, ein fließender Übergang vom Linggplatz zum Stiftsbezirk gewährleistet werde, „dann kann auch der Einzelhandel damit leben“. Wichtig wäre dann allerdings auch, eine Gepäckaufbewahrung – etwa für die Weihnachtseinkäufe – anzubieten, wie es sie bereits beim Hessentag gab, sagt der Hotelier. kai

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