Verfügung war 200 Tage in Kraft

Wasserentnahme: Kreis hebt Verbot auf

Hersfeld-Rotenburg – Nach 200 Tagen hat der Landkreis Hersfeld-Rotenburg das Verbot der Wasserentnahme aus Flüssen, Bächen und Seen aufgehoben.

Ziemlich genau 200 Tage war die Wasserentnahme aus Flüssen, Bächen und Seen im Landkreises Hersfeld-Rotenburg offiziell verboten. Nun hat Landrat Dr. Michael Koch das Verbot aufgehoben.

„Dank der Niederschläge in den vergangenen Wochen haben sich die Pegelstände in unserem Kreis wieder normalisiert“, teilt Koch mit, der Anfang August die sogenannte Allgemeinverfügung zum Verbot von Wasserentnahmen aus Oberflächengewässern erlassen hatte. Ab sofort dürfe wieder Wasser entnommen werden.

Grund für das Verbot war der extrem heiße und trockene Sommer im vergangenen Jahr. Durch die geringen Pegelstände und die starke Erwärmung des Wassers sah der Landkreis als Untere Wasserbehörde die Lebensbedingungen für Fische und andere Organismen stark beeinträchtigt. „Halten Sie sich an das Verbot. Wir sind dafür verantwortlich, dass Natur und Tiere geschützt werden“, hatte Koch im August an die Bevölkerung appelliert.

Wer gegen das Verbot verstoßen hätte, hätte im Einzelfall ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50 000 Euro riskiert. Während des Entnahmeverbots habe es tatsächlich rund zehn Verstöße gegeben, „die allerdings kein Bußgeld nach sich gezogen haben und mündlich geklärt werden konnten“, teilte Kreis-Sprecherin Jasmin Krenz auf Nachfrage unserer Zeitung mit.  red/ses

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