VR-Bankverein plant 227-Betten-Haus

Zehn-Millionen-Projekt in Bad Hersfeld: Hotelneubau am Schilde-Park

Die Visualisierung zeigt, wie das neue würfelförmige Hotel aussehen soll. Die Fassade ist braun-grau, die Gebäudeteile sind unterschiedlich hoch.
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Ein „Würfel“ am Eingang zur Innenstadt: So soll das neue Hotel aussehen, das der VR-Bankverein gemeinsam mit der B&B-Hotelgruppe nach Entwürfen des Architekturbüros Beier realisieren will.

Ein Hotel mit 227 Betten plant der VR-Bankverein am Schilde-Park in Bad Hersfeld. Baubeginn soll im September 2021 sein.

Bad Hersfeld – Das Gerücht gibt es schon lange – jetzt wird es Gewissheit: Der VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg plant einen Hotelneubau mit 95 Zimmern und 227 Betten sowie einer Tiefgarage und Frühstücksgastronomie an der Benno-Schilde-Straße. Davon kündet seit Donnerstag auch ein großes Transparent an einer Hausfassade neben dem Gelände, das zurzeit als Parkplatz genutzt wird.

Betreiber wird die B&B Hotels Germany GmbH sein, ein Tochterunternehmen der internationalen Budget-Hotelkette Financière B&B Hôtels, die über 580 Hotels in 14 Ländern hat.

Das Investitionsvolumen für das Projekt wird auf etwa zehn Millionen Euro beziffert. Baubeginn soll im September 2021 sein, die geplante Fertigstellung im Dezember 2022, teilt der VR-Bankverein mit. Man wolle damit einen Beitrag zur „Infrastruktur- und Stadtentwicklung“ leisten, erklärt Vorstandsmitglied Hartmut Apel. Neben der Belebung der Innenstadt durch die Hotelgäste sei das Hotel auch als Übernachtungsmöglichkeit für Besucher von Veranstaltungen in der Schilde-Halle und im „wortreich“ interessant.

„Es sind bisher keine Gespräche und Vereinbarungen mit den genannten Partnern geführt worden, wohl aber mit der Stadt Bad Hersfeld, die es aus planerischer Sicht grundsätzlich begrüßt hat, ein Hotel in der Nähe der Schilde-Halle zu platzieren“, erklärt dazu auf Nachfrage Ralf Seger, Bereichsleiter VR-Regionale Investitionen. Trotz der gegenwärtigen Einschränkungen durch Corona, gehe man mit Zuversicht an das Projekt und sei überzeugt, dass sich die Marktlage bis zur geplanten Fertigstellung im Dezember 2022 wieder normalisiert habe.

Für B&B Hotels ist der Standort in Bad Hersfeld vor allem dank seiner zentralen Lage und der guten Verkehrsanbindung attraktiv. Als Festspielstadt, Gesundheitsstandort und Sitz vieler Unternehmen sehe man ein großes Potenzial. „Da sind wir mit unserem hoch standardisierten Produkt zu einem günstigen Preis für Geschäfts- und Freizeitreisende genau richtig“, sagt Max C. Luscher, CEO Central and Northern Europe bei B&B Hotels. Von den 95 Zimmern werden 75 als Doppelzimmer, eines als Einzelzimmer und 19 als Familienzimmer ausgeführt, heißt es. Die Familienzimmer sollen teilweise barrierefrei errichtet sein. Der Haupteingang werde sich in der Benno-Schilde-Straße befinden. Stellplätze für PKW und Fahrräder stünden in einer unter dem Hotel liegenden Tiefgarage sowie auf dem Außengelände zur Verfügung.

Jedes B&B-Hotel habe ein individuelles an den Standort angepasstes Design, welches einen starken Wiedererkennungswert kreiere, teilt der Bankverein mit. Über die architektonische Einbindung des Neubaus in die Bad Hersfelder Innenstadt sagt die verantwortliche Architektin Katharina Beier-Seelig vom Bad Hersfelder Architekturbüro Beier: „Der würfelförmige Gelenkbau dient zum einen dem Wiedererkennungswert und der eindeutigen Erkennbarkeit des Haupteingangs. Zum anderen stellt er das städtebauliche Torportal zur Innenstadt dar.“

Durch Fassadengestaltung, variierende Geschossigkeit und Dachform bildeten die Gebäudeteile die städtebauliche gewünschte Kleinteiligkeit aus. Besondere Beachtung sei dem Thema Nachhaltigkeit geschenkt worden: Die Beheizung, Kühlung und Warmwasserbereitung erfolgt über eine Luft-Wärmepumpe, die Warmwassererzeugung wird zusätzlich durch Solarthermie auf dem Dach unterstützt.

Im ersten Schritt wird nun das Hotel gebaut, eine mögliche Entwicklung des noch vorhandenen Bestandsgebäudes ist für einen zweiten Bauabschnitt vorgesehen. Dazu lägen bisher aber noch keine Planungsentwürfe vor. (red/kai)

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