Genossenschaftssbank steigert Bilanzsumme auf 871 Millionen Euro

VR-Bankverein: Alle Filialen bleiben erhalten

Hersfeld-Rotenburg. Der VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg hat auf seiner Bilanzpressekonferenz angekündigt, alle 15 Filialen erhalten zu wollen.

„Wir bleiben vor Ort“, sagte Vorstandsmitglied Hartmut Apel. „Dort, wo wir jetzt beraten, werden wir auch weiter beraten.“

Allerdings könnten in kleineren Filialen künftig Servicemitarbeiter wegfallen. Auf Nachfrage unserer Zeitung, wie viele Filialen von diesen Plänen betroffen sind, sagte Vorstandsmitglied Wilfried Stolz lediglich: „Einige“.

Neue SB-Filiale

Zudem ist am neuen Rewe-Markt in Rotenburg (Kasseler Straße) eine neue SB-Filiale geplant. Ob dafür der Standort an der Breitenstraße aufgegeben wird, steht noch nicht fest. In Bad Hersfeld eröffnet der Bankverein „in Kürze“ einen neuen SB-Standort am Burger King (Rudolf-Diesel-Straße).

Für das erste Jahr nach der Fusion zum VR-Bankverein legte die Genossenschaftsbank positive Zahlen vor. So steigerte sie „trotz anhaltender Niedrigzinsphase und schwieriger Marktbedingungen“ die Bilanzsumme 2017 um 16 auf 871 Millionen Euro. Die Bilanzsumme gilt als wichtigster Maßstab für die Größe einer Bank. Das Gesamtkundenvolumen wuchs um 70 Millionen Euro auf knapp 1,8 Millarden Euro. Der VR-Bankverein vergab Kredite in Höhe von 487,5 Millionen Euro (plus 25 Mio. Euro).

Richtiger Schritt

Das Betriebsergebnis vor Bewertung, das als Messlatte für die Ertragsstärke aus dem operativen Geschäft dient, lag mit 6,3 Millionen Euro ungefähr auf Vorjahresniveau – „und das unter dem besonderen Effekt der einmaligen fusionsbedingten Belastungen“, sagte Vorstandsmitglied Thomas Balk, der den Zusammenschluss rückblickend als richtigen Schritt bezeichnete.

Eine weitere Fusion schließt der VR-Bankverein indes aus. „Wir sind so gut aufgestellt, dass wir unsere Eigenständigkeit auf Dauer beibehalten können“, sagte Balk.

Von Sebastian Schaffner

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