Endspurt fürs Lullusfest

Vorm Feuerlöschen ganz entspannt in der Sonne bummeln

Gleich zischt's: Nach der Rede von Feuermeister Klaus Otto, gossen die Stadtpolitiker Wasser auf die verbleibende Glut des Fierches und schaufelten es mit Erde zu. Fotos: Christine Zacharias

Bad Hersfeld. Mit dem verkaufsoffenen Lollssonntag und dem Feuerlöschen geht das Lullusfest in Bad Hersfeld in den Endspurt. Am Montag gibt's Ermäßigungen und die Freiverlosung.

Noch einmal in der Sonne flanieren, einen Kaffee im Freien trinken, ein köstliches Eis genießen, sich an den Farben, Geräuschen und Gerüchen des Festplatzes erfreuen und das ein oder andere Schnäppchen machen – Tausende strömten am verkaufsoffenen Lollssonntag nach Bad Hersfeld um genau das zu tun.

Und weil die Menschen Zeit hatten und ohne Zeitdruck unterwegs waren, herrschte trotz der überfüllten Straßen eine entspannte Atmosphäre. Nicht ganz so entspannt waren diejenigen, die möglichst nah am Geschehen einen Parkplatz suchten. Denn die Parkhäuser waren voll, die Straßenränder sowieso und längere Wartezeiten oder Suchfahrten nötig.

Tausende strömten zum verkaufsoffenen Lollssonntag nach Bad Hersfeld

Wer sich dem entziehen wollte, nutzte das Park & Ride-Angebot vom Parkplatz am Aqua Fit aus, das allerdings in diesem Jahr wegen der Baustelle in der Breitenstraße nicht direkt in die Stadt, sondern zum Bahnhof führte.

Lobende und mahnende Worte von Feuermeister Klaus Otto

Abends dann versammelte sich die Lollsgemeinde noch einmal an der Feuergrube, um den teils lobenden, teils mahnendenWorten von Feuermeister Klaus Otto zu lauschen – die Rede im Wortlaut finden Sie auf Seite 2 – und dabei zu sein, als das Fierche mit Wasser laut zischend und dampfend gelöscht und dann mit Erde begraben wurde.

Harte Worte fand Klaus Otto für den Schausteller Oscar Bruch, der den Vertrag mit der Stadt Bad Hersfeld gebrochen hat, um ein lukrativeres Fest zu besuchen.

Er mahnte den Verbleib der Orthopädie in Bad Hersfeld an und appellierte an alle, mit dem ehemaligen Intendanten Dr. Dieter Wedel fair umzugehen, solange seine Schuld an ihm vorgeworfenen sexuellen Übergriffen nicht bewiesen sei.

Lob gab es für Intendant Joern Hinkel und seine Verdienste um die Festspiele, Kritik an den Stadtpolitikern, die die Gründung einer Festspiel-GmbH verhinderten. Auch die Hersfelder Zeitung bekam ihr Fett weg. Otto warf den Journalisten vor, den Lollsfrieden jedes Jahr zu brechen, räumte aber auch ein, dass der Bürgermeister Fehler gemacht habe.

Dank sprach der Feuermeister Dirk Schade und seinen Partnern vom neuen Autohof Bad Hersfeld Süd aus, die ein Lollsfestival der Extraklasse mit den „Rodgau Monotones“ ermöglicht hätten.

Für seine Forderung, die Linde neben dem Festzelt doch endlich zu fällen, weil sie im Weg stehe, erhielt der Feuermeister seinerseits Kritik und erntete einige Buh-Rufe.

Von Christine Zacharias

Das Fierche ist aus

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