Die "Cashbags" in der Bad Hersfelder Stadthalle

Dem Vorbild Jonny Cash sehr nah

+
Gut aufeinander eingespielt: Robert Tyson als Jonny Cash und Valeska Kunath als June Carter

Bad Hersfeld. Eine der erfolgreichsten Johnny-Cash-Tribute-Band gastierte am Samstagabend in Bad Hersfeld. Die „Cashbags“ verwandelte die Stadthalle  in „Folsom Prison“.

Die Musiker um Frontmann Robert Tyson, der seinem Vorbild stimmlich und äußerlich verblüffend nahe kommt, lieferten eine mitreißende Show mit all den vielen Klassikern wie „I Walk the Line“, „Ring of Fire“ und natürlich auch „Folsom Prison Blues“.

Neu bei den Cashbags ist der Australier Josh Angus, der als Carl Perkins an der E-Gitarre brillierte und mit Rockabilly-Nummern wie „Blue Suede Shoes“ die „lovely Stadthalle“ auf Temperatur brachte. Detailgenau, präzise und authentisch auch der Rest der Band: Stephan Ckoehler (E-Gitarre), Brenny Brenner (Bass, Kontrabass) und Schlagzeuger Tobias Fuchs als „The Tennessee Three“, Cashs berühmte Begleitband, mit der er mehr als 40 Jahre auf Tour war.

Die Herzen im Sturm erobert

Auf keinen Fall fehlen durfte auch Johnny Cashs große Liebe June Carter. Valeska Kunath eroberte mit einem rotzig vorgetragenen „Jackson“ die Herzen des Publikums im Sturm und lieferte sich mit Robert Tyson auf der Bühne jenen charmant-witzigen Schlagabtausch, der zu den gemeinsamen Auftritten von Cash und seiner Ehefrau June einfach dazugehörte.

Die Stadthalle war zwar nicht bis auf den letzten Platz gefüllt, der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch. Das Publikum ging von Anfang an mit, klatschte begeistert und einige Tanzwütige im stilechten Rockabilly-Outfit hatten neben den Stuhlreihen Platz zum Austoben gefunden.

Selbstverständlich gab es für das „beste Publikum der Welt“ auch einige Zugaben. Mit „Hurt“ von Cashs Album „The Man Comes Around“ war dann zum Bedauern der Fans endgültig Schluss. Es war zwar nicht das Original, das auf der Bühne stand, aber das hatte man zwischendurch beinahe vergessen – Chapeau!

Von Thomas Landsiedel

Die "Cashbags" in der Bad Hersfelder Stadthalle

Kommentare