Stand der Planungen vorgestellt 

Vier bis fünf Jahre Bauzeit für die neue Hersfelder Hochbrücke

Die fast 50 Jahre alte Hochbrücke in Bad Hersfeld muss komplett erneuert werden. Jetzt wurde der Stand der Planungen vorgestellt.

Wenn ab 2024 in Bad Hersfeld die Überführung der Bundesstraße 324 über die Bahn im Bereich des Peterstors neu gebaut wird, dann müssen sich die Verkehrsteilnehmer auf eine Bauzeit von vier bis fünf Jahren und komplizierte Umleitungen einrichten.

Die Planer der neuen Hochbrücke: Dr. Wolfram Eberhardt, Detlef Kopp (v on links), Martin Bode und Andrea Zander. Foto: Karl Schönholtz

Über den Stand der Vorbereitungen für diese extrem komplexe Baumaßnahme informierten jetzt die Planer der DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) gemeinsamen mit dem örtlichen Planungsbüro Battenberg & Koch und dem städtischen Fachbereichsleiter Martin Bode.

Ziel der Planer war ursprünglich nicht nur eine neue Brücke und eine barrierefreie Unterführung für Fußgänger und Radfahrer, sondern auch eine städtebauliche Verbesserung. Deshalb wurde sogar eine Trog-Lösung untersucht, die Geisbach, Bahn und Bismarckstraße unterquert hätte. Bei dieser Variante wäre der Anschluss der Kleinen Industriestraße jedoch nicht möglich gewesen. Auch ein Verkehrskreisel vor dem VR-Parkhaus erwies sich vor allem wegen des erwarteten Verkehrsaufkommens als nicht machbar. Insgesamt wurden 14 Varianten erarbeitet.

Die neue Hochbrücke wird sich folglich von der bisherigen auf den ersten Blick nicht wesentlich unterscheiden. Sie wird von Stadtring und Breitenstraße auf 280 Metern Länge bis zur Picassokreuzung reichen. Sie wird auf eine erwartete Belastung von 30 000 Fahrzeugen täglich ausgelegt sein. Aktuell sind es rund 27 000.

Nach Stand der Dinge wird der Parkplatz gegenüber dem neuen Stadtverwaltungsgebäude geopfert werden müssen, um eine barrierefreie Rampe für die Fußgängerunterführung bauen zu können.

Vorgesehen ist, in einem ersten Bauabschnitt die nördliche Hälfte der Brücke zu erneuern und den Verkehr jeweils einspurig über den südlichen Teil zu leiten. Anschließend folgt der südliche Teil als zweiter Bauabschnitt mit den Rampen von Hain- und Breitenstraße.

Auch mit der Deutschen Bahn stehen die Brücken-Planer in engem Kontakt, um sich über die Überlegungen für die Strecke Fulda-Gerstungen und den ICE-Halt in Bad Hersfeld abzustimmen.

Eine erste Kostenschätzung geht von 36,5 Millionen Euro aus.

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