CDU-Stadtverband Bad Hersfeld: Vize-Chef Günter Exner wehrt sich gegen Vorwürfe

Viel zu lange gesucht

Günter Exner

Bad Hersfeld. Die Bad Hersfelder CDU sei keinesfalls in einem bedauernswerten Zustand, schreibt der stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende Günter Exner in einer Stellungnahme, in der er einem Kommentar in der HZ von gestern widerspricht.

Vielmehr seien die Gründe für die hausgemachten Schwierigkeiten des Stadtverbandes in der Vergangenheit begründet und von verschiedene Personen zu verantworten. „Viel zu lange wurde nach einer Führungspersönlichkeit gesucht. Da braucht man Stehvermögen, eine Lücke auszufüllen und auf misslichen Hinterlassenschaften aufzubauen“, heißt es in Exners Stellungnahme wörtlich.

Exner verzichtet

Er selbst habe schon vor zwei Jahren auf eine Kandidatur zum Vorsitz verzichtet. Dass nun mit Silvia Schoenemann und Ralph Habener „gleich zwei anerkannte und herausragende Persönlichkeiten als Kandidaten um den Vorsitz und damit die Führung des Stadtverbands buhlen, ist der eigentliche Erfolg“, schreibt Exner weiter.

Traurig wäre es seiner Ansicht nach hingegen, stünde nur ein Alibikandidat zur Wahl. „Vor diesem Hintergrund sehe ich der Zukunft des Stadtverbands gelassen und sehr positiv entgegen,“ gibt sich Exner in seiner Stellungnahme zuversichtlich.

Bei der Mitgliederversammlung im Dezember hatte die Wahl zwischen Schoenemann und Habener bei zwei Abstimmungen ein Patt ergeben. Morgen soll bei einer Vorstandssitzung ein neuer Wahltermin – voraussichtlich für die zweite Februar-Hälfte – festgelegt werden. Im Nachgang zum Kreisparteitag vom vergangenen Freitag, wo die Delegiertenliste für den Landesparteitag verabschiedet wurde (siehe HZ von gestern), äußert Exner Unverständnis für das Vorgehen des Kreisvorsitzenden Thorsten Bloß, der dem Hersfelder Stadtverband vorgeworfen hatte, trotz Aufforderung keine eigenen Kandidaten benannt zu haben.

Nicht bekannt

Eine solche Anfrage sei ihm nicht bekannt gewesen, schreibt Exner und fügt hinzu: „Für mich ist es eine hohe Verpflichtung, sich für Mitglieder des ansässigen CDU-Stadtverbands einzusetzen. Dazu gehört natürlich auch, dass unsere Mitglieder auf Listen vorne präsent sind.“

Darüber hinaus kritisierte er, dass eine private E-Mail an Bloß, in der sich Exner für eine bessere Platzierung des Bad Hersfelder Fraktionsvorsitzenden Gunter Grimm eingesetzt hatte, öffentlich geworden sei (wir berichteten).

„Vor diesem Hintergrund erübrigte sich meine Anwesenheit beim Kreisparteitag, denn emotional geführte Personaldebatten schaden der CDU mehr als sie ihr nützen“, heißt es in Exners Stellungnahme abschließend. (red/ks)

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