Massive Probleme befürchtet

Verband warnt: Kaufland-Ansiedlung in Bad Hersfeld wäre „verheerend“

Auf dem Foto ist das Schlachthof-Areal Am Peterstor zu sehen.
+
Hier soll gebaut werden: Auf dem Schlachthof-Areal Am Peterstor könnte Kaufland angesiedelt werden.

Der Einzelhandelsverband Hessen Nord, dem sämtliche Lebensmittelunternehmen angehören, lehnt eine Ansiedlung eines Kaufland-Supermarktes auf dem Gelände des Schlachthofs in Bad Hersfeld weiterhin ab.

Bad Hersfeld – Die Ansiedlung werde zu massiven Verwerfungen bei der Lebensmittelversorgung in Bad Hersfeld und den umliegenden Kommunen führen, erklärt Geschäftsführer Martin Schüller. „So prognostizieren alle Gutachten, selbst das von der Stadt Bad Hersfeld in Auftrag gegebene, dass es bei gleichzeitiger Eröffnung des genehmigten Edeka-Marktes auf dem Postgelände und Kaufland zu Umsatzverteilungen bis in der Spitze zu 23 Prozent führen wird“, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbands.

Das sei für die Umlandgemeinden, aber auch für Metzger und Bäcker in der Innenstadt „verheerend“. Auch andere Geschäfte wären betroffen, warnt der Verband. Man sei verwundert, dass sich der Stadtmarketingverein nicht gegen eine Ansiedlung ausspreche, zumal der Leerstand in Bad Hersfeld zunehme.

„Die Argumentation, dass der zukünftige Kauflandstandort in die Innenstadt integriert werde, ist absurd“, meint Schüller. Auch der Versuch, durch ein Projekt „autonomes Fahren“ eine Verbindung herzustellen, sei ein untaugliches Argument. Es erwecke den Eindruck, dass Bus oder Bimmelbahn ohne Fahrer eine Verbindung herstellen, sei aber nach dem Straßenverkehrsgesetz unzulässig.

Die Stadt Bad Hersfeld solle vielmehr zu ihrem bewährten Weg zurückkehren und zukünftige Ansiedlungen nur noch in der Innenstadt verwirklichen.   red/kai

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare