Lebendige Weihnachten

Unterm Stern von Bethle-Hersfeld: Stimmungsvolles Krippenspiel unter freiem Himmel 

Lebendige Weihnacht in Bad Hersfeld: Krippe in der Stiftsruine.
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die Krippe in der Stiftsruine. Die heilige Familie verkörperten dort Bianca und Benjamin Momberger mit ihrer drei Monate alten Tochter Betti.

Die Figuren der Weihnachtsgeschichte wurden am ersten Weihnachtsfeiertag in der Bad Hersfelder Innenstadt zum Leben erweckt.

„Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg, führ uns zur Krippe hin, zeig wo sie steht.“ Das heilige Land – es liegt am ersten Weihnachtsfeiertag zwischen Stadtkirche und Stiftsruine. Die Heiligen Drei Könige sind 2019 Jahre nach Christi Geburt auf ihrem Weg zur Krippe nicht alleine. Fackelträger, Musiker und Sänger folgen mit ihnen dem Stern durch die nächtliche Innenstadt. Und zahlreiche Zuschauer – um die 800, vielleicht auch deutlich mehr – im Dunkel der Nacht lässt sich die genaue Zahl schwer schätzen.

Im Feuerschein: Das Hirtenfeld vor der Stiftsruine.

Sie erleben „Lebendige Weihnachten“ – ein Krippenspiel der evangelischen Kirche und der Stadt unter freiem Himmel, bei dem gut 20 Laienspieler im Dunkel der Nacht stimmungsvolle Bilder schaffen. Die biblische Überlieferung aus dem Lukasevangelium trägt Markus Pfromm an den einzelnen Stationen mit sonorer Stimme vor. Ein Chor und Pfarrer Jörg Scheer an der Trompete untermalen die Szenen musikalisch.

Stimmungsvoll: Auf dem Weg zur Krippe passiert der Tross die Nordschulteiche.

An der Stadtkirche verkündet ein Bote das Gebot zur Volkszählung des Kaisers Augustus, vor der Rathaustreppe begegnet die Gruppe erstmals Maria und Josef. Zu den Klängen der Akkordeon-Spieler Anke Hofmann und Hartmut Nuhn zieht der Tross weiter zwischen den verwaisten Weihnachtsmarkt-Buden des Linggplatzes hindurch. Hoch oben auf einem Balkon an der Stirnseite hat Armin Leckel seinen Auftritt als grimmiger König Herodes.

Mit Musik zur Krippe: Die Akkordeonspieler  Anke Hofmann und Hartmut Nuhn.

Feuer- und Lichterschein spiegelt sich gleißend in den Nordschulteichen. Doch im Wirtshaus zum Goldenen Krug, zu dem ein Balkon auf der Rückseite der Burggasse kurzerhand umfunktioniert wurde, werden die Gäste mit schroffen Worten abgewiesen. Lodernde Flammen aus Feuerkörben erhellen den Rückweg. Auf der Wiese vor der Stiftsruine musizieren die Hirten auf ihrem Flöten am Lagerfeuer. Ihr Pferch mit echten Schafen geht in der Dunkelheit etwas unter.

Ein Scheinwerfer erhellt die Szenerie, als Solo-Sängerin Silke Schaake als Verkündigungsengel die Botschaft von Christi Geburt überbringt.

Unterwegs: Die Heiligen Drei Könige Tobias Grimma, Dekan Frank Hofmann und Francis Gomado folgen dem Stern.

In der Stiftsruine drängen sich die Besucher schließlich vor der Krippe, in der „Jesuskind“ Betti Momberger friedlich schlummert.

Als aus unzähligen Kehlen die alten Weihnachtslieder „Stille Nacht, Heilige Nacht“ und „O du Fröhliche“ erklingen, macht sich Gänsehaut breit.

Verkündigungsengel: Sängerin Silke Schaake an der Stiftsruine.

„Lass Weihnachten und das nächste Jahr unter einem guten Stern stehen“, gibt Pröpstin Sabine Kropf-Brandau den Besuchern mit auf den Weg in die Weihnachtsnacht. An diesem Abend ist es der Stern von Bethle-Hersfeld. jce

Von der Stadtkirche zur Stiftsruine: Lebendige Weihnacht in Bad Hersfeld

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