Geschäftsführer setzen auf Gemeinsamkeit

Klinikum Hersfeld-Rotenburg konkretisiert Pläne

Eine Luftaufnahme des Klinikums Bad Hersfeld
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Am Standort des Klinikums in Bad Hersfeld soll die Akutmedizin des Klinikums Hersfeld-Rotenburg gebündelt werden.

Der Radikalumbau des Klinikums Hersfeld-Rotenburg nimmt Gestalt an. Die beiden Geschäftsführer nennen Einzelheiten zu den geplanten Umstrukturierungen.

Hersfeld-Rotenburg - So sei nach fruchtbaren Gesprächen mit dem Kreiskrankenhaus (KKH) geplant, „eine kardiologische Station aufzubauen, aber kein Krankenhaus im Krankenhaus oder daneben“, sagte Weigel. Diese Kardiologie wäre dann Teil des KKH, die fachliche Expertise käme vom Klinikum. Dazu sei es wichtig, „Befindlichkeiten zwischen den unterschiedlichen Trägern hintenanzustellen“. Das KKH wird vom Diakonieverein Berlin-Zehlendorf betreiben, Träger des Klinikums ist der Kreis.

„Die Rivalität zwischen Hersfeld und Rotenburg muss aufhören“, mahnte auch Dr. Hermann. Gleichzeitig betonten beide Geschäftsführer, dass der Abbau teurer Doppelstrukturen das Hauptziel bleibe. Dennoch zeigten beide Geschäftsführer großes Verständnis für die Proteste in Rotenburg gegen die HKZ-Verlegung. Allerdings könne das Klinikum keine „Strukturpolitik“ machen, sondern habe die Aufgabe eine möglichst gute und bezahlbare medizinische Versorgung für den ganzen Kreis anzubieten.

Konkretisiert wurden auch die geplanten Maßnahmen in Bad Hersfeld. So sollen zum Beispiel die Ambulanzen der einzelnen Fachkliniken zusammengelegt werden, um damit die Datenerfassung zu zentralisieren und Wartezeiten für die Patienten zu verkürzen. Außerdem soll die Bauchchirurgie in einem gemeinsamen Zentrum zusammengeführt werden. Im Bereich der Psychiatrie, die besonders unter dem Fachkräftemangel leidet, sei eine verstärkte Zusammenarbeit mit der psychosomatischen Klinik am Hainberg geplant. (Kai A. Struthoff)

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