Übernachtungszahlen im ersten Quartal 2019

Gäste-Boom in Rotenburg - Plus auch in Bad Hersfeld

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Beliebt bei Übernachtungsgästen: Die Stadt Rotenburg - rechts oben ist das Herz-Kreislaufzentrum zu sehen. 

Hersfeld-Rotenburg. Mit einem Plus von 31,1 Prozent bei den Übernachtungszahlen beschert die Stadt Rotenburg dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg fast im Alleingang ein Traumergebnis.

92 183 Übernachtungen in Rotenburg wurden dem Statistischen Landesamt in Wiesbaden für den Zeitraum von Januar bis März gemeldet, das sind rund 17 000 mehr als in Bad Hersfeld. Doch auch die Kreisstadt kommt mit exakt 75 000 Übernachtungen im ersten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf einen Zuwachs von 4,5 Prozent.

Alle Gemeinden des Kreises zusammen verzeichnen 243 844 Übernachtungen, 11,6 Prozent mehr als im ersten Quartal 2018. Im Hessen-Durchschnitt macht das Plus gerade einmal 2,1 Prozent aus.

Eine einfache Erklärung für den Boom in Rotenburg hat die stellvertretende Leiterin der örtlichen Tourist-Information, Annika Burghardt, nicht parat. Zwar hätten die Finanzschule des Landes und das Herz- und Kreislaufzentrum deutlich mehr Übernachtungen registriert, doch nicht im Umfang der Zahlen des Statistischen Landesamtes. Da die Tourist-Information keine Zimmervermittlung betreibt und selbst nur die Gästezahlen des Campingplatzes nach Wiesbaden meldet, ist der Überblick begrenzt.

Prozentual wird Rotenburg sogar noch von Nentershausen übertroffen: 4899 Übernachtungen bedeuten unter dem Strich ein Plus von 56,1 Prozent. Ordentlich zugelegt hat auch die Gemeinde Wildeck: 10 995 belegte Betten summierten sich auf einen Zuwachs von 11,3 Prozent.

Es gab zu Jahresbeginn im Kreis allerdings auch Verlierer: 13 911 Übernachtungen in Bebra sind 3,7 Prozent weniger als im ersten Quartal 2018. Noch herber fällt das Minus in der Autobahngemeinde Kirchheim mit 18,3 Prozent aus. Lediglich 8607 Übernachtungen kamen zusammen.

Auf niedrigem Niveau hat Haunetal (+17,5%) gewonnen und Philippsthal (-24,9%) verloren. 

Die Auslastung

Die Tourismus-Statistik erfasst bei Hotelbetrieben mit 25 oder mehr Zimmern auch die Auslastung. In diese Kategorie fallen im Landkreis 23 Häuser, für die im Zeitraum Januar bis März eine durchschnittliche Auslastung von 47,1 Prozent registriert wurde. Das ist im Vergleich zum Nachbarkreis Fulda (56,2%) deutlich schlechter, aber viel besser als im Schwalm-Eder-Kreis (38,7%) oder im Werra-Meißner-Kreis (22,5%). Der Durchschnitt in Hessen liegt bei 59,7 Prozent. 

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