Umzug an die B 62 

Trox-Halle macht Platz für die Entwicklung des Wever-Areals

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Der letzte Rest der Ventilatoren-Industrie im Schilde-Park: Jetzt soll die F+E-Halle von Trox X-Fans Platz machen für die Neugestaltung des Wever-Areals im Rahmen der Stadtsanierung.

Der Bad Hersfelder Ventilatoren-Hersteller Trox X-Fans macht am Rande des Schilde-Parks Platz für die Entwicklung des Wever-Geländes.

Die Verlegung der im Seilerweg ansässigen Forschungs- und Entwicklungsabteilung hin zum hauptsächlichen Firmen-Standort an der Heinz-Trox-Straße wurde jetzt im Stadtverordneten-Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt ohne Diskussion in die Wege geleitet.

Die F+E-Halle ist das letzte Überbleibsel der Ventilatoren-Industrie, die hier seit Ende des 19. Jahrhunderts ansässig war und dem Schilde-Park seinen Namen gab. Nachfolge-Unternehmen wie Grenzebach-BSH, TLT-Turbo und Trox X-Fans waren schon vorher an den Stadtrand gezogen.

Für den Trox-Ableger soll nun auf einem Grünstreifen am Rande der Bundesstraße 62 Richtung Eichhof zwischen Serienwerk und Autobahnbrücke ein neuer Standort gefunden werden.

Der Ausschuss empfahl die Aufstellung des dazugehörigen Bebauungsplanes einstimmig. Der maßgebliche Beschluss folgt am kommenden Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung.

Wohnanlage ist weiter umstritten

Ganz anders ist die Situation bei der geplanten Wohnanlage des VR-Bankvereins zwischen Vlämenweg und Lambertstraße. Nach wie vor sind etliche Anwohner unzufrieden, betrachten auch die „abgespeckte“ Planung als zu dominant und beklagen den Verlust von Grünflächen. Alternativvorschläge würden nicht zur Kenntnis genommen (unsere Zeitung berichtete mehrfach).

Außerdem besteht eine gewisse Verunsicherung, weil für das untere der beiden Grundstück bereits ein Bebauungsplan besteht, für das obere aber nicht. Diese Bedenken versuchte Bauamtschef Johannes van Horrick im Ausschuss mit Hinweis auf die Regelungen des Paragrafen 34 im Baugesetzt zu entkräften.

Bürgermeister Thomas Fehling machte deutlich, das erst durch die Einleitung eines Bauleitverfahrens in Form eines Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes ein geordnetes Verfahren möglich sei – dies biete sowohl für den Investor Sicherheit als den Anwohnern die Möglichkeit, Einwände geltend zu machen. Dieses Vorgehen wurde denn auch bei drei Enthaltungen als Empfehlung an die Stadtverordnetenversammlung beschlossen.

Von Karl Schönholtz

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