Rotenburg bleibt vorn - Bad Hersfeld profitiert vom Hessentag 

Mehr Übernachtungen: Tourismus im Kreis Hersfeld-Rotenburg legt weiter zu

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Plus dank Hessentag: Alleine im Juni verzeichnete Bad Hersfeld mit 33 736 Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 8,7 Prozent. Hier hat sich vermutlich der Hessentag positiv ausgewirkt. Im Bild das Hessentagspaar Dennis Diebel und Katharina Löhwing-Diebel. 

Um 6,9 Prozent sind die Übernachtungszahlen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg im ersten Halbjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen.

550.578 belegte Betten verzeichnete das Hessische Statistische Landesamt von Januar bis einschließlich Juni für die Kommunen von Alheim bis Haunetal und von Ludwigsau bis Wildeck.

Mit diesem Plus liegt der Landkreis deutlich über dem Hessen-Zuwachs von 2,1 Prozent. Auch die Nachbarkreise Fulda (plus 1,6 Prozent), Schwalm-Eder (plus 1,3 Prozent) und Werra-Meißner (plus 1,5 Prozent) bleiben hinter Hersfeld-Rotenburg zurück.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer je Gast betrug im Landkreis 3,1 Tage. Auch diese Marke übertrifft den Hessen-Schnitt von 2,2 Tagen.

Die Meisten übernachteten in Rotenburg

Der Löwenanteil der Übernachtungen in Hersfeld-Rotenburg entfällt wie gewohnt auf die Kreisstadt und Rotenburg. Mit 179.683 gebuchten Betten hat Rotenburg weiter knapp die Nase vorn, wobei es für den deutlichen Zuwachs von 14,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr keine nachvollziehbare Erklärung gibt. In den Rotenburger Zahlen sind allerdings die Unterkünfte der Studierenden der Landesfinanzschule enthalten.

Bad Hersfeld folgt mit 170.597 Übernachtungen für die erste Hälfte des Jahres. Das sind 6,1 Prozent mehr als 2018.

Der Hessentag wirkte sich positiv aus 

Alleine im Juni verzeichnete Bad Hersfeld mit 33 736 Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 8,7 Prozent. Hier hat sich vermutlich der Hessentag positiv ausgewirkt.

Hinter den beiden Großen platzieren sich in der Halbjahresbilanz die Autobahngemeinde Kirchheim (35.201) Übernachtungen), Bebra (32.551 Übernachtungen) und Wildeck (22.218 Übernachtungen).

Die Herkunft der Gäste wird vom Statistischen Landesamt nur hessenweit ausgewertet. Die meisten kommen demnach wenig überraschend aus Deutschland, gefolgt von den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich. Aber auch 16.876 Australier fanden bis Juni den Weg nach Hessen.

Fremdenverkehr: Statistik mit Lücken

Die Tourismus-Zahlen, die das Hessische Statistische Landesamt in Wiesbaden jeden Monat veröffentlicht, sind eine Auflistung mit Lücken: Erfasst werden überhaupt nur Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Gästebetten, darunter beispielsweise auch Campingplätze, Rehakliniken und Studentenwohnheime. 

Für Gemeinden mit lediglich drei oder weniger Betrieben werden keine Einzelergebnisse ausgewiesen, um keine Rückschlüsse auf einzelne zu ermöglichen. (ks)

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