Tote Ehefrau in Lispenhausen 

Totschlagsprozess: GPS-Gutachten erst nächstes Jahr

Fulda. Im Totschlagsprozess von Lispenhausen wird das Fuldaer Schwurgericht erst im nächsten Jahr ein Urteil fällen können. Grund ist ein ausstehendes Gutachten.

Und zwar das ausstehende Gutachten zu den Geo-Daten aus dem Handy des Angeklagten kann aus terminlichen Gründen des Sachverständigen erst Anfang Januar erstellt werden. Dies gab der Vorsitzende der 1. Großen Strafkammer, Richter Josef Richter, jetzt bekannt.

In dem Verfahren ist ein 36-Jähriger angeklagt, am 17. Oktober vergangenen Jahres seine von ihm getrennt lebende Ehefrau erwürgt oder erdrosselt und anschließend die Wohnung in Brand gesetzt zu haben. Der Seifertshäuser bestreitet die Tat und behauptet, zur fraglichen Zeit bereits wieder zuhause in Seifertshausen gewesen zu sein. Eine erste Auswertung seines Handys widerspricht jedoch diesen Angaben.

Sein Verteidiger, der Rotenburger Rechtsanwalt Harald Ermel, versucht nun, die Ungenauigkeit der Handy-Daten und so einen Spielraum für die Zeitangaben des Angeklagten nachzuweisen. Ein Selbstversuch der Verteidigung mit einem baugleichen Handy veranlasste das Gericht immerhin, sich nun durch einen Test mit einem sogenannten GPS-Tracker Gewissheit zu verschaffen und die so entstandenen Zweifel auszuräumen.

Zwei Kurzterminen am 19. Dezember und am 3. Januar folgt die Erörterung des Gutachtens am Donnerstag, 17. Januar, ab 10 Uhr.

Rubriklistenbild: © David-Wolfgang Ebener/dpa

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