Obersbergschüler versetzten sich in Situation der Soldaten und schrieben eigene Texte

Todesangst nachempfunden

Mit selbstgeschriebenen Texten beeindruckten die Schüler der Gesamtschule Obersberg, hier Aresu Balutsch. Foto: nh

Bad Hersfeld. Das beeindruckende Ergebnis einer Projektarbeit der 9. Gymnasialklassen der Gesamtschule Obersberg erlebten Eltern, Kollegium und Gäste, darunter die Erste Kreisbeigeordnete Elke Kühnholz und Dr. Thomas Handke als Schirmherr der Aktion „Bad Hersfeld liest ein Buch“, im Audimax der Obersbergschulen. Die Schüler präsentierten eine literarische, historische und musikalische Collage zu Erich Maria Remarques Roman „Im Westen nichts Neues“.

Intensive Auseinandersetzung

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Bad Hersfeld liest ein Buch“ fand in den Fächern Deutsch, Geschichte, Politik-Wirtschaft und Musik anhand des Romans eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Krieg, seinen Auswirkungen und Schrecken für die Soldaten und deren Familien, sowie den historischen Hintergründen für den 1. Weltkrieg statt.

Gymnasialzweigleiterin Cornelia Handke führte in ihrer Begrüßung in den Inhalt des Romans ein. Die einzelnen Klassen stellten in szenischen Interpretationen verschiedene Kapitel des Buchs vor und hinterlegten diese mit entsprechenden Gemälden und Fotos in einer Power-Point-Präsentation. Ein ganz besonderer Höhepunkt waren die „Poetry-Vorträge“, also von den Jugendlichen selbst verfasste Gedichte. Trotz der großen zeitlichen Distanz von 100 Jahren zum 1. Weltkrieg und der Unmöglichkeit, noch Zeitzeugen zu befragen, hatten sie sich sehr einfühlsam in die Psyche der damaligen Soldaten versetzt und versucht, ihre Todesängste, Hoffnungen, Entwurzelungen von der Heimat und ihre Träume nachzuempfinden. Die Präsentation und Ausdrucksstärke von Gedichten mit Titeln wie „Ich kämpfe“, „Einer unter vielen“, „Krieg ist …“, „Brüderlichkeit“, „Tausend Tode“ gingen unter die Haut und beeindruckten tief.

Auch die musikalischen Beiträge ,“All quiet on the western front“ von Elton John oder ein von Schülerinnen selbst komponiertes und vorgetragenes Instrumentalstück „Kriegsgefühle“, unterstützten die Stimmung dieses rundum gelungenen und beeindruckenden Abends. Cornelia Handke dankte der VR-Bank, der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, der Zahnarztpraxis Meißner/Rosenfeld sowie der Praxis Dr. Handke für deren finanzielle Unterstützung. (red/zac)

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion