Neuer Ort der Begegnung eingeweiht

Symbol kultureller Vielfalt: Stein-Denkmal auf der Hohen Luft

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Die kulturelle Vielfalt der Hohen Luft ist symbolisch durch 49 Steine vereint: Vorn links Ortsvorsteher Eckhard Dipp

49 massive Steine türmen sich an der Ecke Kolberger- und Petersberger Straße im Ortsteil Hohe Luft in Bad Hersfeld. Sie sind Herz und Seele einer neuen Begegnungsstätte.

„Wir wollten einen Ort schaffen, der zur Erholung dient und gleichzeitig die kulturelle Vielfältigkeit der Hohen Luft symbolisiert,“ erklärte Ortsvorsteher Eckhard Dipp mit Blick auf die sorgfältig geschichteten Gesteinsbrocken. 

Um alle ethnischen Gruppen in einem Kunstwerk zu vereinen, hatte der Ortsbeirat Hohe Luft bereits 2012 beschlossen, dass 49 Steine zu einer Pyramide aufgebaut werden sollten. Jeder Stein verkörpert dabei eine der ethnischen Gruppen, die sich auf der Hohen Luft niedergelassen haben. „Inzwischen sind es schätzungsweise 87 Nationen,“ vermutet Bürgermeister Thomas Fehling. Die Spitze des Kunstwerks bildet ein einzelner Stein, der die Vereinigung der einzelnen Nationen darstellt. Die Planungsphase des Denkmals begann schon unter der Leitung des bereits verstorbenen Ortsvorstehers Herbert Brehler. Als Standort wurde damals die Verkehrsinsel des Kreisels an der Wippershainer Straße und Kolpingstraße ausgesucht. Doch die schweren Steine stellten eine hohe Verletzungsgefahr bei möglichen Unfällen dar und die Stadt entschied sich gegen den verkehrsreichen Standort. Mit dem neuen Bauplatz ergab sich außerdem die Möglichkeit das Denkmal mit einem Naherholungspark zu kombinieren.

Bei der offiziellen Einweihung: Bürgermeister Thomas Fehling (Zweiter von rechts) und Ortsvorsteher Eckhard Dipp (Zweiter von links) sowie weitere Gäste.

Das Planungsbüro Emmerich übernahm, zusammen mit dem Ortsbeirat und dem neu gewählten Vorsitzenden Eckhart Dipp, die Pläne und setzte diese in die Tat um. Ab 2016 begannen die Bauarbeiten auf der Hohen Luft. Zusammen mit Jürgen Harth aus dem Technischen Dienst der Stadt, wurden Sitzmöglichkeiten geplant und das Rondell um das Kunstwerk errichtet. Eine grüne Wiese bietet Platz zum Spielen und Spazieren. Am Samstag eröffneten Bürgermeister Fehling und alle Mitwirkenden das künstlerische Denkmal und die Begegnungsstätte. 50 000 Euro ließen sich Stadt und Ortsbeirat den Park der Nationen kosten. Doch mit der Errichtung soll es nicht getan sein, in den nächsten Monaten möchte der Beirat den Park in der Hohen Luft um erklärende Texttafeln und weitere Begrünung erweitern. „Es ist eine große Aufgabe auch weiterhin für den Erhaltung und die Instandsetzung der Anlage zu sorgen“, erklärte Eckhard Dipp.

Einen Meilenstein der Integration haben die Verantwortlichen mit dem Denkmal gesetzt. Nun muss die Zukunft zeigen, ob die Menschen auf der Hohen Luft den Ort annehmen, gibt der Ortsbeirat zu bedenken. (kh)

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