Neues Call-Center eröffnet

Summacom: Verlängerte Werkbank der Netcom

Kommunikation ist ihr Geschäft: Im neuen Callcenter der Summacom in Bad Hersfeld haben die ersten 30 Mitarbeiter die Arbeit aufgenommen. Foto: Kai A. Struthoff

Bad Hersfeld – Im Schilde-Forum in Bad Hersfeld hat das neue Callcenter der saarländischen Firma Summacom mit den ersten 30 Mitarbeitern den Betrieb aufgenommen.

Während in der großen, lichtdurchfluteten Halle des früheren Grenzbach-Firmensitzes am Schilde-Park noch Handwerker die letzten Arbeiten erledigen, glühen in einem Nebenraum schon die Leitungen.

Als „Sommermärchen“ bezeichnet Summacom-Geschäftsführer Martin Schimpf die Neuansiedlung und lobt die gute Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung des Kreises, den städtischen Wirtschaftsbetrieben und der Stadtverwaltung. Rund eine Million Euro hat die Firma in den Ausbau der 850 Quadratmeter großen Geschäftsräume investiert. „Am Stammsitz in St. Ingbert sagen schon manche Mitarbeiter, in Bad Hersfeld sei es viel schöner“ verrät Schimpf schmunzelnd. Dabei habe der Plan, einen zweiten Standort in Deutschland zu eröffnen, zunächst auch Ängste und Sorgen hervorgerufen. „Aber aus den Kritikern sind längst Fans geworden“, sagt Schimpf.

Netcom wichtigster Kunde

Erster und wichtigster Kunde des neuen Callcenters ist die Netcom aus Kassel, die das neue Breitband-Netz in Nordhessen betreibt. Zuletzt hatte es viel Kritik am langsamen und schlechten Service der Netcom gegeben. Das soll sich nun ändern, verspricht Christian Menke, Leiter des Kundenmanagements der Netcom. „Schon nach dem ersten Tag hatten wir positive Rückmeldungen“, berichtet er. Unter dem Motto „Aus der Region für die Region“, wolle die Netcom mit Summacom als Kommunikationsdienstleister einen „reibungslosen und schnelleren Service am Telefon“ anbieten.

Die Summacaom verstehe sich als „verlängerte Werkbank“ der Netcom, erklärt Geschäftsführer Schimpf das seit 20 Jahren bewährte Erfolgsrezept. Der anrufende Kunde solle das Gefühl haben, er sei direkt bei der Firma und nicht im Callcenter eines Dienstleisters.

Voll des Lobes

Des Lobes voll ist auch Bürgermeister Thomas Fehling, der von einem „Meilenstein für den Schilde-Park“ sprach. Sämtliche Gebäude seinen dort jetzt vermietet. In nur zehn Jahren sei das frühere Industrieareal im Herzen der Stadt rückgebaut, umgebaut und saniert worden. Auch die Ansiedlung der Summacom sei in Rekordzeit umgesetzt worden, dafür hätten – speziell im Vorfeld des Hessentags – „alle das Gaspedal ordentlich durchgetreten.“

Fehling freut sich, dass die Summacom in Bad Hersfeld Arbeitsplätze mit völlig neuen, qualitativ sehr anspruchsvollen Hightech-Inhalten schafft, die es so bislang in der von Logistik geprägten Region nicht gebe. Das unterstreicht auch Martin Schimpf. „Wir sehen riesige Chancen im hiesigen Arbeitsmarkt und wurden bislang voll bestätigt.“ Zudem bilde die die Summacom auch selbst aus. Deshalb sei das benachbarte „wortreich“ das „I-Tüpfelchen“ bei der Ansiedlung gewesen, denn das Mitmach-Museum wird in die Schulungen einbezogen.

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