Stundenlang ging nichts mehr

Bahnstreik: Pendler-IC kam nur bis Hanau

+
Wie leer gefegt: Der Bahnhof Bad Hersfeld während des Warnstreiks am Montag morgen

Hersfeld-Rotenburg. Der Warnstreik der Eisenbahner-Gewerkschaft EVG legte am Montagmorgen vorübergehend sowohl den Fernverkehr der Deutschen Bahn als auch den Nahverkehr lahm.

Der Pendler-Intercity 1950 war zwar mit nur geringfügiger Verspätung aus Berlin in Bad Hersfeld angekommen, doch seinen Endbahnhof Frankfurt erreichte der in der Regel gut genutzte Zug nicht mehr: in Hanau war Schluss. Weitere Züge des Fernverkehrs fuhren zwischen dem frühen Morgen und dem Streikende um neun Uhr erst gar nicht mehr.

Auch die in Hanau gestrandeten Pendler mussten sich gedulden, bis der Nah- und Regionalverkehr wieder fuhr, um ihre Arbeitsplätze in Frankfurt und Umgebung zu erreichen.

Weil punktuell auch die Fahrdienstleiter streikten, waren nicht nur bestimmte Züge, sondern ganze Strecken betroffen. Weil schließlich auch stehen geblieben Fernzüge die Strecken blockierten, gab es auch für die Cantus-Bahnen kein Durchkommen mehr. Zunächst hatte der Nahverkehr aus Richtung Bad Hersfeld und Bebra nach Kassel noch funktioniert, doch am Ende ging auch hier nichts mehr.

In Richtung Süden war schon früher Schluss. Viele Menschen kamen zu spät zur Arbeit oder schafften es überhaupt nicht mehr zur Arbeitsstelle.

Weil sich am Ende des Warnstreiks kaum ein Zug dort befand, wo er laut Fahrplan sein sollte, dauerten die Beeinträchtigungen weiter an. Erst am Nachmittag rechnete die Bahn mit einer Normalisierung der Situation.

Für die vom Streik betroffenen Kunden traf die Bahn unbürokratische Regelungen, was Umbuchung, Erstattung und Zugbindung anging.

Alle Infos rund um den Warnstreik der Eisenbahner-Gewerkschaft EVG finden Sie in unserem News-Ticker

Kommentare