Ausstand am Prime Day an sieben deutschen Standorten

Streik bei Amazon in Bad Hersfeld zum Schnäppchentag

+
Auch bei Amazon in Bad Hersfeld wird gestreikt: Hier ein Bild aus dem FRA1 Eichhof.

Zum traditionellen Schnäppchentag beim Versandhändler Amazon (Prime Day) treten in dieser Woche Beschäftigte an sieben deutschen Standorten für mindestens zwei Tage in den Streik.

Betroffen sind auch die beiden Standorte in Bad Hersfeld. Die Ausstände begannen in der Nacht auf Montag, 15. Juli.

Unter dem Motto „Kein Rabatt mehr auf unsere Einkommen“ fordern die Beschäftigten Tarifeinkommen wie im Einzel- und Versandhandel durch Anerkennung der regionalen Flächentarifverträge sowie einen Tarifvertrag für gute und gesunde Arbeit, heißt es in der Pressemitteilung der Gewerkschaft Verdi. „Während Amazon mit satten Preisnachlässen beim Prime-Day zur Schnäppchenjagd bläst, wird den Beschäftigten eine existenzsichernde tarifliche Bezahlung vorenthalten“, kritisiert Verdi-Handelsexperte Orhan Akman den US-Konzern.  

Die Streiks dauern seit nunmehr rund sechs Jahren an. 

Amazon-Sprecher Thorsten Schwindhammer sagt mit Blick auf den aktuellen Ausstand am Prime Day: "In unseren Logistikzentren ist der Prime Day ein wirklich aufregender Tag. Jeder, der daran beteiligt ist, spürt den Zusammenhalt der Teams und den Willen, die Kunden zu begeistern. Amazon bietet ein kollegiales Umfeld und attraktive Löhne. Wir sind ein fairer Arbeitgeber, der den offenen Dialog zu seinen Mitarbeitern pflegt und sich kümmert." Der Streikaufruf habe keinen Einfluss auf die Einhaltung unseres Lieferversprechens, denn die Mehrheit unserer Mitarbeiter arbeite normal. 

Amazon sei seit Jahren fest verwurzelt in Bad Hersfeld und der Region. "Wir sind ein transparenter Arbeitgeber mit offenen Türen und bieten auch in Bad Hersfeld regelmäßig Besucherführungen an", heißt es. Kostenlose Anmeldungen sind möglich unterwww.amazon.de/touren. (red/dup/nm)

Kommentare