Bewährungsstrafe

37-Jähriger gesteht Missbrauch am Rande des Rotenburger Strandfestes

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Bad Hersfeld. Wegen sexuellen Missbrauchs und versuchten schweren sexuellen Missbrauchs am Rande des Rotenburger Strandfestes ist ein 37-Jähriger am Montag verurteilt worden.

Der Schaustellergehilfe wurde vom Jugendschöffengericht am Amtsgericht Bad Hersfeld zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten verurteilt, ausgesetzt auf drei Jahre zur Bewährung. Er hatte laut Anklage am 29. Juni 2018 bei der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg zwei zehnjährigen und einem zwölfjährigen Mädchen zunächst Fahrchips zur kostenlosen Nutzung der Familienachterbahn angeboten, die er betreute. Als Gegenleistung soll er die Mädchen dann mehrfach aufgefordert haben, sexuelle Handlungen mit einem Vibrator an sich vorzunehmen. Zwei lehnten dies ab, das dritte Kind ging offenbar darauf ein.

Weil die Mädchen sich ihren Eltern anvertrauten, die umgehend Strafanzeige erstatteten, nahm die Polizei den Mann noch am selben Abend fest (wir berichteten damals).

Vor Gericht stritt der 37-Jährige das Ganze nun zunächst ab („Ich war’s nicht“), obwohl er von den Mädchen sowie einer Zeugin wiedererkannt worden war und auch die genannten Gegenstände bei ihm gefunden worden waren. Erst nach mehrfacher Aufforderung und gutem Zureden von allen Seiten gab er die Tat schließlich doch zu. Auf die Vernehmung der geladenen Zeugen – darunter auch die betroffenen Mädchen – konnte somit verzichtet werden.

Verurteilt wurde der bisher nicht vorbestrafte, alleinstehende Hauptschulabsolvent ohne soziale Kontakte außerhalb des Schaustellerbetriebs schließlich wegen versuchtem schweren sexuellen Missbrauchs in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch im Zustand verminderter Schuldfähigkeit. Zugute kam ihm dabei auch sein Geständnis.

Ihm wird ein Bewährungshelfer zur Seite gestellt, er muss sich Hilfe bei Pro Familia suchen und dem Gericht seine künftigen Aufenthaltsorte mitteilen.