Anfrage zu Restaurantbesuch

Stadtverordneter Kreissl hakt bei Wedel-Treffen mit Bürgermeister nach

ARCHIV - 03.12.2019, Berlin: ILLUSTRATION - Wechselgeld liegt auf dem Kassenbon in einer Berliner Metzgerei. Ab Januar besteht die Pflicht, bei jeder Transaktion in Geschäften oder Cafés einen Beleg auszugeben. (zu dpa "Altmaier fordert Scholz zur Streichung der Bonpflicht auf") Foto: Jens Kalaene/zb/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung über das Handwerk bzw. über das Fleischerhandwerk und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
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Symbolbild Bewirtungsbeleg.

Wer hat eingeladen, was wurde besprochen, und für wen wurde bezahlt? Das will der NBL-Stadtverordnete Jochen Kreissl von Bürgermeister Thomas Fehling wissen.

Mit einer Anfrage an den Magistrat verlangt der Bad Hersfelder Stadtverordnete Jochen Kreissl (NBL) Aufklärung über einen gemeinsamen Restaurantbesuch von Bürgermeister Thomas Fehling und seiner Ehefrau Gabriele Schäfer mit dem ehemaligen Festspielintendanten Dieter Wedel im Juli vergangenen Jahres, bei dem der aktuelle Intendant Joern Hinkel nicht anwesend war.

In einer Pressemitteilung begründet Kreissl seine Anfrage mit dem ihm vorliegenden Bewirtungsbeleg und den anhaltenden Anfeindungen Fehlings gegenüber der Hersfelder Zeitung, die in einem Kommentar über die Einladung Wedels durch die Stadt berichtet hatte. Der Bürgermeister bestreitet die Einladung, hat sich beim Presserat beschwert und vorläufig eine Missbilligung erwirkt (unsere Zeitung berichtete).

Jochen Kreissl,NBL-Stadtverordneter

Kreissl stellt dazu nun folgende Fragen:

1. Trifft es zu, dass sich der Bürgermeister, seine Ehefrau und Dr. Wedel am 29.07.2019 im Parkhotel „Zum Stern“ in Oberaula trafen?

2. Trifft es zu, dass sich Dr. Wedel hierbei auf Einladung des Intendanten Hinkel in Bad Hersfeld befand?

3. Ist Herr Hinkel städtischer Mitarbeiter in seiner Funktion als Intendant und ist eine Einladung des Intendanten Hinkel dann eine solche der Stadt Bad Hersfeld?

4. Trifft es zu, dass anlässlich des Verspeisens warmen Forellefilets, eines Filetsteaks und eines Rehrückens „Ideen für die Festspiele besprochen“ wurden? (So der Bewirtungszweck)

5. Trifft es zu, dass die Rechnung, welche zuzüglich Trinkgeld auf 158,10 € lautete, von der Kreisstadt Bad Hersfeld beglichen wurde?

6. Trifft es zu, dass als Bewirtungsanlass „Ideen für die Festspiele besprochen“ angegeben wurde?

7. Warum wurde Intendant Hinkel nicht zu dem Treffen eingeladen?

8. Welche Ideen für die Festspiele wurden besprochen?

9. Hat die bei dem Treffen anwesende Gabriele Schäfer die Verköstigung aus eigenen Mitteln gezahlt oder wurde der auf Frau Gabriele Schäfer entfallende Betrag ebenfalls aus der städtischen Kasse beglichen?

Die Anfrage wurde zur nächsten Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 6. Februar, gestellt. Üblicherweise folgen die Antworten erst in der darauf folgenden Sitzung. (red/ks)

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