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Stadtkirchenturm wegen Taubendreck gesperrt

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Zwangspause für die Turmbläser: Weil das Innere des Stadtkirchenturms in Bad Hersfeld in gesundheitsgefährdendem Ausmaß mit Taubenkost verschmutzt ist, dürfen die Turmbläser bis zum Abschluss der Reinigung dort nicht hinein. Sie spielen sonst bei Wind und Wetter jeden Sonntag einen Choral vom Balkon des Kirchturms. © Miehe/Archiv

Bad Hersfeld. Der Turm der Stadtkirche in Bad Hersfeld bleibt bis auf Weiteres, mindestens für drei Wochen, gesperrt. Das teilt Pfarrer Frank-Nico Jaeger mit. Notwendig ist diese Sperrung, weil das Innere des Turmes massiv mit Taubenkot verschmutzt ist.

„Das gesundheitliche Risiko ist uns zu hoch“, betont Jaeger. „Darum haben wir in Absprache mit allen Beteiligten so entschieden.

Betroffen von der Sperrung seien leider auch die Turmbläser, bedauert Jaeger. Sie seien zwar ansonsten unermüdlich bei praktisch jedem Wetter auf den Turm gestiegen, um immer sonntags vor dem Gottesdienst einen Choral in alle vier Himmelsrichtungen zu blasen. Bis der Taubenkot beseitigt sei, dürften aber auch sie den Turm nicht besteigen, ebensowenig wie die Gäste, die die Gelegenheit nutzten, am Sonntagmorgen mit den Turmbläsern hinaufzuklettern und den Blick über die Stadt zu genießen. Auch die Führungen der Stadt Bad Hersfeld dürfen bis zur Freigabe nicht auf den Kirchturm.

Offenbar habe ein früher Januarsturm eine Scheibe im Kirchturm in Höhe der Glocken eingedrückt. Durch dieses Loch seien die Tauben ins Innere gelangt und hätten dort alles mit Kot verschmutzt, erläutert Jaeger.

Nun werde erst das Fenster wieder verschlossen, dann kümmere sich eine Reinigungsfirma um die professionelle Beseitigung des Kots. (red/zac)

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