Sanierung ist Projekt des Hessentages 2019

Stadion an der Oberau: Neu in zwei Schritten

Das Plätzchen an der „Hessen-Eiche“ wird schon bald ungemütlich: Das in die Jahre gekommene Funktionsgebäude im Stadion an der Oberau wird abgerissen, nur der Unterbau für die Tribüne bleibt stehen. Foto:s: Schönholtz

Bad Hersfeld. Das letzte Spiel dieser Fußballsaison ist gespielt, jetzt kann abgerissen werden: Die in die Jahre gekommene Stadionanlage an der Oberau in Bad Hersfeld wird als Projekt des Hessentages 2019 rundum erneuert.

Das geschieht in zwei Bauabschnitten: Wie die in der Stadtverwaltung für den Sport zuständige Silvana Wohlgemuth und Michael Müller, der Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsbetriebe, erläuterten, soll bis zum Mai kommenden Jahres der A-Platz saniert und ein neues Funktionsgebäude errichtet werden.

Neues Dach für Tribüne

Auch die Zuschauertribüne, deren Unterbau erhalten bleibt, bekommt bis dahin ein neues Dach und wohl auch neue Sitzgelegenheiten. Außerdem wird der Eingangsbereich zum Stadion an den Endpunkt der ebenfalls noch zu bauenden neuen Fußgängerbrücke über die Fulda verlegt.

Die Erneuerung des B-Platzes wird erst nach dem Hessentag in einem zweiten Bauabschnitt in Angriff genommen. Diese Fläche wird während des Landesfestes für ein großes Zelt benötigt, in dem beispielsweise die Jahrestreffen von VdK und Landfrauen mit mehreren tausend Teilnehmern stattfinden können.

2019/20 soll hier ein Kunstrasenplatz entstehen. Optional gibt es im Stadionbereich weitere Flächen, etwa für Beachvolleyball oder ein Kleinspielfeld. Mit Ausnahme des B-Platzes sind diese zusätzlichen Anlagen im bisher veranschlagten Gesamtbudget von 2,5 Millionen Euro nicht enthalten. Gefördert wird das Projekt vom Land mit einer Million Euro.

Zukunft des Kunstrasenplatzes im Jahnpark nicht geklärt

Die Zukunft des Kunstrasenplatzes im Jahnpark ist noch nicht endgültig geklärt: Nach aktuellem Stand könnte die Fläche als Hessentags-Arena benötigt werden, das Spielfeld würde dann durch eine Abdeckung geschützt. Der Platz könnte danach weiter von den Fußballern genutzt werden, an eine Sanierung ist jedoch nicht gedacht.

Ob an dieser Stelle dann das angedachte Ganzjahresbad im Geistal gebaut wird, ist politisch noch nicht entschieden. Die eingeholten Gutachten werden erst demnächst vorgestellt. Ohnehin will sich die Stadt hier nicht übernehmen: „Eins nach dem anderen“, sagt Bürgermeister Thomas Fehling.

Offen sind auch die Details der Nutzung des neuen Funktionsgebäudes im Stadion. Mit einer Nutzfläche von 632 Quadratmetern wird es größer sein als bisher und im Innern den Auflagen des DFB entsprechen. Hauptnutzer werden die neue SG Festspielstadt Bad Hersfeld und die Nachwuchkicker des JFV Bad Hersfeld sein. Auch eine Kletterwand ist vorgesehen. Für andere Vereine ist ebenfalls Platz, hier laufen die Gespräche noch.

Eine Saison nicht bespielbar

Klar ist jedoch, dass hier eine Saison lang nicht gespielt werden kann. Erst ab der Spielzeit 2019/20, so rechnet Silvana Wohlgemuth, steht das neue Stadion zur Verfügung.

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