Familie braucht ein behindertengerechtes Auto

Spenden-Aktion: Leon-Alexander aus Bad Hersfeld leidet am West-Syndrom 

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Genossen den Besuch im Zoo: Leon Alexander ist 24 Stunden am Tag auf Hilfe und Hilfsmittel angewiesen. Das Foto zeigt ihn mit seinem großen Bruder Jan-Lukas und seinen Eltern.

Bad Hersfeld. Es war großer Wunsch von Leon-Alexander und seiner Familie: Sie wollten gemeinsam in einen Zoo. Dieser Wunsch wurde dem geistig und körperlich beeinträchtigten Jungen, seinem Bruder und den Eltern jetzt erfüllt. Zudem ist eine Spenden-Aktion geplant.

Eine Kooperation der Aktion für behinderte Menschen Hersfeld-Rotenburg und der Sozialen Förderstätten hat es ermöglicht, dass der am West-Syndrom, einer Form von Epilepsie, erkrankte Sechsjährige aus Bad Hersfeld die Elefanten ganz aus der Nähe ansehen konnte.

Damit möglichst viele Menschen einen schönen Tag im Leipziger Zoo erleben konnten, waren die Sozialen Förderstätten in das Projekt inte-griert worden. An einem Samstag Ende Oktober ging es am frühen Morgen mit einem Bus und 19 Personen, die voller Erwartungen auf einen tollen Tag steckten, in Richtung Leipzig. Nach der langen Fahrt hatten sie viel Freude an den großen und kleinen Tieren, aßen im Palmensaal zu Mittag und gingen dann erneut auf Erkundungstour, berichtet Viktoria Kimpel von den Förderstätten.

Wunderschöner Tag

„Es war ein wunderschöner Tag“, schwärmen auch die Eltern von Leon-Alexander, Daniela und Michael Nock. Die beiden sind im Internet auf die Aktion für behinderte Menschen im Kreis Hersfeld-Rotenburg aufmerksam geworden und haben Kontakt zu Wolfgang Schneider aufgenommen, weil sie dringend Hilfe benötigen. Schneider startet jetzt mit einer Spendenaktion für den fröhlichen Sechsjährigen.

Der zweite Sohn der Nocks hat im Alter von einem halben Jahr Krampfanfälle bekommen, im Klinikum stellte man das West-Syndrom fest. „Das war ein schwerer Schicksalsschlag für uns“, sagen die Eltern. Ihr Sohn war lange im Krankenhaus. Er bekommt Medikamente gegen die Krämpfe, sitzt inzwischen im Rollstuhl und ist zu 100 Prozent schwerbehindert. Jede Woche muss er zur Ergotherapie, Krankengymnastik und zur Logopädin sowie Frühförderung.

Seit dem Sommer besucht er nun auch die August-Wilhelm-Mende-Schule in Bebra. Obwohl beide Eltern berufstätig sind, fehlt ihnen das Geld für ein behindertengerechtes Auto, mit dem sie Leon-Alexander samt Rollstuhl und den vielen Hilfsmitteln befördern könnten. So benötigt der Junge auch einen Therapiestuhl, eine Korsett-Orthese und einen Steh- und Gehtrainer.

Seit dem vorigen Jahr leidet nun auch der zweite Sohn Jan-Lukas (11) unter epileptischen Anfällen. Die Ärzte stellten bei ihm „Rolando Fokus“, eine gutartige Form der Epilepsie fest. Der Schüler der Fröbel-Schule in Bad Hersfeld ist leicht entwicklungsverzögert und braucht ebenfalls verschiedene Therapien.

Wolfgang Schneider von der Aktion für behinderte Menschen Hersfeld-Rotenburg bemüht sich um Hilfe für die Familie. Auch ein Computer zur Unterstützung der Kommunikationsfähigkeit und weitere Therapien wären notwendig, um Leon-Alexander zu helfen, der jeden Tag kleine Fortschritte macht.

Waffelverkauf

Der rührige Vorsitzende der Aktion für behinderte Menschen organisiert für den Samstag, 25. November, von 9.30 bis 17 Uhr im Herkulesmarkt in Bebra ein Waffelbacken zugunsten von Leon-Alexander. Groß ist aber auch die Hoffnung auf sonstige Spenden. Jeder noch so kleine Betrag kommt direkt dem Jungen zugute.

Spendenkonto:Aktion für behinderte Menschen in Hersfeld-Rotenburg, Kennwort: Hilfe für Leon-Alexander, IBAN:
DE42 5325 0000 0050 0621 22 BIC: HELADEF1HER (Spendenbescheinigung möglich)

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