Anträge zur Stadtverordnetenversammlung

SPD: Für ICE-Halt, Verkehrskonzept und neue Bäume

Bad Hersfeld. Mit dem Verkehr in Bad Hersfeld beschäftigen sich zwei Anträge der SPD im Stadtparlament. Auch um den Baum-Frevel am Linggplatz geht es.

„Die Kreisstadt muss sich klar und deutlich positionieren: Wir wollen einen ICE-Halt in Bad Hersfeld und dafür treten wir ein“, so Fraktionschef Karsten Vollmar zu einem Antrag, den die SPD zur nächsten Stadtverordnetenversammlung am 7. März stellen wird und der den klaren Wunsch vieler Pendler aber auch der Bürgerinnen und Bürger nach einem Verbleib des ICE-Haltepunktes in Bad Hersfeld zum Ausdruck bringen soll.

Dass das Thema Verkehr für die Stadt und deren Fußgänger, Rad- und Autofahrer ohnehin ein besonderes sei, nimmt die SPD darüber hinaus zum Anlass, einen weiteren Antrag einzureichen. „Bisher ist vieles, was wir im Bereich Verkehrsentwicklung machen, Stückwerk und muss zusammengefügt werden. Wir wollen ein ganzheitliches Verkehrskonzept, welches die Themen Verkehrsberuhigung in den Stadtteilen und der Innenstadt, das große Thema Lärmreduzierung sowie eine deutliche Verbesserung der Parkraumbewirtschaftung zur Folge hat“, so Vollmar. Hier könne man die Erfahrungen des Hessentages nutzen, vor allem müsse der Verkehrsfluss in den Fokus genommen werden, indem der Bau von möglichen Verkehrskreiseln oder auch eine Verlagerung des Durchgangsverkehrs (B324) zur „Steigerung der Attraktivität der Kur- und Festspielstadt für Bewohner, Radfahrer und Fußgänger aufeinander abgestimmt wird“, so Carsten Lenz, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Die Barockstadt Fulda mache es Bad Hersfeld vor: Wer in Förderprogramme wolle (zum Beispiel Green City) der müsse etwas tun und aktiv werden. Genau das wolle die SPD mit ihrer Initiative erreichen, so Vollmar. „Wichtig ist uns auch eine breit angelegte Bürgerbeteiligung: Die Hersfelder wissen am besten selber, wo der Schuh drückt – diese Erfahrungen muss man nutzen“, so der SPD-Chef.

Der dritte Antrag, den die SPD einbringt, beschäftige sich mit einem Ärgernis sondergleichen: „Für die SPD ist klar, dass an Stelle der durch Vandalismus beschädigten und nun aus Sicherheitsgründen gefällten Linden neben der Feuerstelle des Lullusfestes wieder eine Neubepflanzung hinkommen muss“, so Karsten Vollmar. Es könne nicht sein, dass ein Stück Natur an markanter Stelle vermutlich für ein paar Quadratmeter mehr Festzelt geopfert würde, so die SPD. „Wir wollen das Lullusfest feiern und attraktiv machen – Ja! Aber es muss auch klar sein: Wer mit krimineller Energie einen Baum derart schädigt, dem muss die Stadtpolitik ein klares Zeichen entgegenhalten und dieses Spiel vereiteln“, so Karsten Vollmar abschließend.

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