Kundengeschäft ausgebaut

Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg trotzt Corona: Bilanzsumme erreicht neuen Höchststand

Schwein gehabt: Die Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg – hier die beiden Vorstände, Thomas Walkenhorst (links) und Reinhard Faulstich – ist bislang glimpflich durch die Coronakrise gekommen.
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Schwein gehabt: Die Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg – hier die beiden Vorstände, Thomas Walkenhorst (links) und Reinhard Faulstich – ist bislang glimpflich durch die Coronakrise gekommen.

Die Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg hat die Coronakrise bisher besser bewältigt als zunächst angenommen.

Hersfeld-Rotenburg – „Der Geschäftsverlauf hat sich günstiger entwickelt als befürchtet“, sagt der Vorstandsvorsitzende Reinhard Faulstich im Bilanzgespräch mit unserer Zeitung. Vor allem die Einlagen der Kunden seinen enorm gewachsen.

Die Bilanzsumme der Sparkasse ist dank des deutlich ausgebauten Kundengeschäfts um 240 Millionen Euro auf 2,31 Milliarden Euro angestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von elf Prozent – nach Sparkassenangaben ein historischer Höchststand, der auf Kundenkredite, Wertpapiere und Bareinlagen zurückzuführen sei. „Wir haben jeden Tag etwa eine halbe Million Euro mehr an Liquidität auf unseren Konten“, berichtet Vorstandsmitglied Thomas Walkenhorst. Dies sei ein Ausdruck des Vertrauens der Kunden. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Niedrigzinsen versuche die Sparkasse, den Kunden alternative Anlageformen zu vermitteln. Vor allem nachhaltige Geldanlagen seien dabei „ein Megatrend“, so Walkenhorst. Als Beispiel nennt er die „Grünanlage“, bei der ab einer Summe von 1000 Euro zusammen mit Hessenforst ein Baum im Landkreis gepflanzt wird.

Dennoch spürt die Sparkasse die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie bei den Kunden. So wurden rund 1000 Mal Darlehensraten ausgesetzt, die nicht bedient werden konnten.

Auch eine generelle Investitionszurückhaltung sei erkennbar. Dennoch wurden im vergangenen Jahr Darlehenszusagen in Höhe von 140 Millionen Euro gemacht.

Insgesamt ist die Sparkasse optimistisch. Die heimische Wirtschaft werde nach Ende des Lockdowns „schnell wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren“, sagt Reinhard Faulstich.

Keine weiteren Filialschließungen geplant

Als „relativ entspannt“ bezeichnet Reinhard Faulstich die Lage beim Filialnetz. Derzeit gibt es 16 beraterbesetzte und 15 SB-Geschäftsstellen. Anpassungen seien in diesem Jahr nicht geplant, so der Vorstandschef. Vielmehr werde die Sparkasse weiter in das Geschäftsstellennetz investieren. Derzeit werde der Standort in Bebra komplett neu gestaltet und erweitert. In Niederaula soll die Geschäftsstelle in den Jahren 2021 und 2022 umfangreich modernisiert werden. (Kai A. Struthoff)

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