Bund lässt Kreisstadt bei Zuschüssen unberücksichtigt

Smart-City: Kein Geld aus Berlin für Bad Hersfeld

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat jetzt die erste Staffel der Modellprojekte „Smart Cities“ bekannt gegeben. Bad Hersfeld gehört nicht dazu.

Dabei hatte sich die Stadt siegessicher ins Rennen um die prall gefüllten Fördertöpfe begeben, zumal es sich um ein Herzensprojekt von Bürgermeister Thomas Fehling handelt. Auch Smart City Experten hatten Bad Hersfeld, zuletzt noch beim Hessentag, gute Chancen eingeräumt.

Ziel des Förderprogramms ist es, sektorenübergreifende digitale Strategien für das Stadtleben der Zukunft zu entwickeln und zu erproben. Insgesamt sollen in den nächsten Jahren noch drei Staffeln und damit rund 50 Modellprojekte mit insgesamt rund 750 Millionen Euro gefördert werden.

„Eine gewisse Enttäuschung gibt es im Rathaus jetzt schon“, räumte Stadtsprecher Meik Ebert auf Nachfrage ein. Von den jetzt zum Zuge gekommenen Städten kenne man aus den entsprechenden Arbeitskreisen aber nur zwei. Ebert sagte, für die Bewerbung habe die Stadt viel Arbeit und auch Kosten aufgewendet. Ob man sich nun in einem zweiten Anlauf erneut bewerben will, sei noch offen. Auf die Ausschreibung hatten sich rund hundert Städte und Gemeinden beworben. Ausgewählt wurden in der Kategorie Mittel- und Kleinstädte Cottbus, Gera, Kaiserslautern, Grevesmühlen, Haßfurt, Süderbrarup und Zwönitz.  (kai)

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