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Siebenjährige Lingg-Schülerin wird neue Kastanienmeisterin

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Symbolische Fackelübergabe: Kastanienmeister Ian und seine Nachfolgerin Miley auf dem Lullus-Spielplatz an den Nordschulteichen.
Symbolische Fackelübergabe: Kastanienmeister Ian und seine Nachfolgerin Miley auf dem Lullus-Spielplatz an den Nordschulteichen. © Kim Hornickel

Krümel Kastanienmeister ist in diesem Jahr ein Mädchen: Die 7-jährige Miley Summer Harth wurde vom Lullusfestverein unter rund 50 Bewerberinnen und Bewerbern ausgelost.

Bad Hersfeld – Miley wird Nachfolgerin von Ian Kopetschek, dem ersten Kastanienmeister. Als Identifikationsfigur werde Krümel vor allem von Kindern begeistert angenommen, sagte der Vereinsvorsitzende Stefan Kopetschek bei der Vorstellung der kleinen Kastanienmeisterin am Donnerstag. „Daraus wird bestimmt eine neue Lolls-Tradition“, ist er sich sicher.

Miley, die von ihrer Mutter Jessica-Joann begleitet wird, ist zunächst noch etwas schüchtern, blüht dann aber beim Fotografieren auf. Sie geht in die 1. Klasse der Lingg-Schule, „meine Lieblingsfächer sind Musik und Singen“. Außerdem mag sie Erdbeerkuchen und freut sich auf die vielen Karussells, die sie beim Lullusfest fahren darf. Vom Aufruf des Lullusfestvereins, sich als Krümel zu bewerben, haben Mutter und Tochter indirekt durch die HZ erfahren. Freunde hatten sie in dem Facebook-Posting des Zeitungs-Beitrags markiert.

Die neue Kastanienmeisterin hat bereits einen vollen Terminkalender in der Lolls-Woche: Vorstellen des Kinder-T-Shirts, Startschuss beim Lollslauf, Schaustellerempfang, Besuch auf der Kinderstation im Klinikum. „Am meisten freue ich mich auf das Anzünden des Feuers“, verrät Miley. Dass es bei Lolls auch mal später werden kann, sieht Mama Jessica gelassen. „Sie ist ja nur einmal Kastanienmeisterin“.

Feuermeister Klaus Otto findet es prima, dass er in diesem Jahr ein Mädchen an seiner Seite hat. Vorgänger Ian hingegen gibt sein Amt mit einem lachenden und einem weinenden Auge weiter. „Es hat schon Spaß gemacht, aber man wird auch überall in der Stadt erkannt“, erzählt er. Er hatte das Amt seit 2019 inne. Eigentlich soll jedes Jahr ein neues Kind als Kastanienmeister bestimmt werden, was aber durch Corona nicht möglich war.

Stefan Kopetschek ist begeistert von der riesigen Resonanz auf den Aufruf. „Es gab so viele süße Bewerbungen“, erzählt er und berichtet von Videos mit Fackel und Wappenspruch, liebevoll gemalten oder gebastelten Kunstwerken und rührenden Anschreiben. Diese Mühe soll auch nicht umsonst gewesen sein. „Alle Kinder, die sich beworben haben, bekommen von uns Post und dürfen sich im Lolls-Fanshop eine Riesen-Krümel-Überraschung aussuchen“. Lob für den scheidenden Kastanienmeister gibt es auch von höchster Stelle: „Ian hat einen Klasse-Job gemacht“, stellt Bürgermeister Thomas Fehling fest und spricht von einer Super-Idee dem großen Feuermeister einen kleinen Kastanienmeister an die Seite zu stellen. (Kai A. Struthoff)

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