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Schulstart im Landkreis: Schülerzahlen steigen an

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Von: Laura Hellwig

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Schulamtsleiter Jürgen Krompholz.
Jürgen Krompholz © Schankweiler-Ziermann

Zum Schulstart blickt das Schulamt positiv auf die Lage im Kreis Hersfeld-Rotenburg, doch es gibt auch Unsicherheiten.

Hersfeld-Rotenburg – An den insgesamt 76 öffentlichen allgemeinbildenden und den fünf beruflichen Schulen in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner beginnt heute für rund 27 200 Kinder und Jugendliche das neue Schuljahr. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um rund 750 Schüler, informiert das Staatliche Schulamt in Bebra.

Aufgrund steigender Schülerzahlen und der sicheren Versorgung des Unterrichts sieht Schulamtsleiter Jürgen Krompholz dem heutigen Schulstart in den beiden Kreisen optimistisch entgegen.

Während die Entwicklung der Schülerzahlen in den verschiedenen Bildungsgängen ab der fünften Klasse unterschiedlich und eher wenig einheitlich ist, lässt sich für die Grundschulen in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner eindeutig ein Anstieg feststellen.

Unsicherheiten im neuen Schuljahr: Ukraine-Krieg und Corona

Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gibt es 2022/23 nun rund 4360 Grundschüler. Ukrainische Kinder sind in diesen Zahlen nicht inbegriffen. Trotzdem stellt das Staatliche Schulamt fest, dass deutlich mehr Schüler nichtdeutscher Herkunft in Intensivklassen oder -kursen unterrichtet werden. Hier werden insgesamt 770 Kinder betreut – eine Zunahme von 480 Schülern. An den Beruflichen Schulen hat sich die Zahl derjenigen, die in Intensivklassen unterrichtet werden, auf rund 100 verdoppelt.

Krompholz stellt dennoch auch Unsicherheiten heraus, die den Alltag im neuen Schuljahr begleiten werden. Diese seien der Ukraine-Krieg, die Frage der Energieversorgung (wir berichteten) und nach wie vor die Corona-Pandemie. Wie schon im vergangenen Jahr starten die Schulen mit zwei Präventionswochen, in denen den Schülern je drei Corona-Tests pro Woche zur Verfügung gestellt werden. Danach stellt das Land Hessen allen Schülern zwei Schnelltests pro Woche zur Verfügung.

Ein Ausbleiben des Präsenzunterrichts solle es nicht erneut geben, so Krompholz. Zu schwerwiegend seien psychische und physische Schäden, die durch die Lockdowns entstünden. Je nach Entwicklung der Pandemie würden entsprechende Hygienemaßnahmen umgesetzt. Foto: Schankweiler-Ziermann. (Laura Hellwig)

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