Interview

Modern und berührend: Sabrina Weckerlin über das Festspiel-Musical "Goethe!"

+
Schauspielerin Sabrina Weckerlin steht in „Goethe“ bei den Festspielen 2020 auf der Bühne. 

Für das Musical „Goethe!“ haben die Bad Hersfelder Festspiele Sabrina Weckerlin engagiert. Sie freut sich auf eines ihrer Lieblingsstücke.

Die auch in Fulda bestens bekannte Sängerin und Darstellerin („Die Päpstin“) wird ab dem 10. Juli an der Seite von Philipp Büttner als Charlotte Buff auf der Bühne in der Stiftsruine zu erleben sein. Sabrina Weckerlin im Interview:

Zunächst: Herzlichen Glückwunsch. Sie sind zum ersten Mal in Bad Hersfeld zu erleben, oder?

Vielen Dank. Ja, es wird mein erster Sommer in Bad Hersfeld. Die Stiftsruine ist eine Herausforderung für Sänger und Schauspieler …

Wie groß ist Ihr Respekt vor so einer Kulisse?

Glücklicherweise habe ich schon etwas Open-Air-Erfahrung und kann es kaum erwarten, in dieser großartigen Kulisse eines meiner Lieblingsstücke spielen zu dürfen.

Goethe ist für viele Deutsche ein „Schultrauma“. Wann, wo und wie sind Sie ihm zum ersten Mal begegnet?

Natürlich hat der „werte“ Herr Goethe auch in meiner Schulzeit schon meinen Weg gekreuzt, und ich muss gestehen, dass ich da schon eine Schwäche für ihn hatte.

Und seit den Workshops vor einigen Jahren für dieses Stück war es dann restlos um mich geschehen.

Die Liebe von Charlotte Buff und Goethe war „kompliziert“, die von Lotte und Werther aussichtslos. Wird „Goethe!“ also ein Drama?

Das Autorenteam um Martin Lingnau, Frank Ramond und Gil Mehmert hat eine wahnsinnig moderne, spannende und berührende Erzählebene geschaffen. Neben all der Grunddramatik des Stoffes, werden aber auch alle anderen Facetten der Hauptfiguren nicht zu kurz kommen.

Seit der ersten Minute bin ich verliebt in die Musik, ich bin gespannt, ob es unserem Publikum auch so gehen wird.

Wie eng hängt das Musical mit dem Kinofilm von Philipp Stölzl zusammen? Immerhin wurde sogar das Ausrufezeichen im Titel übernommen.

Der Kinofilm war, denke ich, auch eine der vielen Inspirationsquellen von unserem kreativen Team. Wer den Film kennt, wird sicherlich einige Parallelen feststellen.

Mit Philipp Büttner haben Sie schon öfter auf der Bühne gestanden. Was macht Ihre Zusammenarbeit aus?

Wir haben uns tatsächlich beim Workshop für „Goethe!“ kennengelernt, und ich würde sagen, es war Liebe auf den ersten Blick (lacht). Seitdem sind wir sehr eng befreundet.

Philipp hat eine der schönsten Stimmen, die ich je gehört habe, und es ist ein Geschenk, mit ihm dieses Stück, welches wir mitentwickeln durften, nun auch gemeinsam spielen zu dürfen.

In Fulda sind Sie in diesem Sommer nicht zu erleben.

Fulda wird aber immer meine zweite Heimat bleiben. Und alle meine Freunde haben es Gott sei dank nicht so weit, um mich in Bad Hersfeld zu besuchen.

Von Anke Zimmer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare