Von Dippelstraße bis Lohmühlenweg gilt: Nachts langsam fahren

Runter vom Gas in der Stadt Bad Hersfeld

Auch tagsüber viel Verkehr: Seit dem 3. September ist die Geschwindigkeit zwischen der Dippelstraße und dem Lohmühlenweg in Bad Hersfeld nachts von 22 bis 6 Uhr begrenzt. Landrat Dr. Michael Koch (rechts) und Matthias König, Leiter des Fachdienstes Straßenverkehr, haben sich jetzt an der Homberger Straße einen Eindruck von der Situation verschafft.
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Auch tagsüber viel Verkehr: Seit dem 3. September ist die Geschwindigkeit zwischen der Dippelstraße und dem Lohmühlenweg in Bad Hersfeld nachts von 22 bis 6 Uhr begrenzt. Landrat Dr. Michael Koch (rechts) und Matthias König, Leiter des Fachdienstes Straßenverkehr, haben sich jetzt an der Homberger Straße einen Eindruck von der Situation verschafft.

Auf der Bundesstraße 324 im Bereich zwischen der Dippelstraße und der Einmündung in den Lohmühlenweg in Bad Hersfeld ist die Geschwindigkeit für Verkehrsteilnehmer künftig in der Zeit zwischen 22 und 6 Uhr auf 30 Stundekilometer beschränkt.

Bad Hersfeld - Der Streckenabschnitt ist rund zweieinhalb Kilometer lang – er beginnt auf der Dippelstraße parallel zu den unteren Ausläufern des Schildeparks, führt über die Wehneberger Straße in die Homberger Straße und endet an der Einmündung zum Lohmühlenweg, kurz hinter der Geistalschule. Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg hat diese Maßnahme als zuständige Straßenverkehrsbehörde angeordnet.

„Die Anordnung dient dem Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner vor Lärm, der durch den Verkehr auch in der Nacht entsteht. Die Belastung für sie ist mitunter sehr hoch. Wir erhoffen uns durch den Tempo-30-Bereich eine vermehrte Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer“, sagt Landrat Michael Koch.

Die neue Regelung ist im Einvernehmen mit der Straßenbaubehörde und der Polizei ergangen. Sie gilt seit dem 3. September, nachdem die entsprechenden Verkehrszeichen aufgestellt worden sind. Sie ist zunächst befristet bis zum 31. Dezember 2022.

Matthias König, Leiter des Fachdienstes Straßenverkehr, weist darauf hin, dass Hauseigentümer im beschriebenen Bereich die zeitlich befristete Geschwindigkeitsbeschränkung nutzen sollten, um passive Lärmschutzmaßnahmen zu ergreifen. Als grundlegende passive Lärmschutzmaßnahme gilt die schalltechnische Verbesserung an Gebäuden, zum Beispiel durch den Einbau von Schallschutzfenstern.

„Bei den meisten Liegenschaften ist eine finanzielle Förderung durch das Land beziehungsweise den Bund möglich“, vermutet König nach einer Prüfung der einzelnen Gebäude. Besteht ein Lärmsanierungsanspruch, werden auf Antrag bei Hessen Mobil 75 Prozent der Kosten übernommen.

Das Regierungspräsidium Kassel hatte im Zuge seiner Lärmaktionsplanung einen Konfliktpunkt für die B 324 festgestellt und die 30er-Zone als lärmmindernde Maßnahme vorgeschlagen. Nachts werden zwischen Dippelstraße und Lohmühlenweg Lärm-Richtwerte überschritten. Die Geschwindigkeitsbeschränkung soll zu einer Verbesserung führen.  (red/rey)

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