Ruhiger Beginn trotz Omikron

Schulstart im Kreis mit Präsenzunterricht: Keine Testengpässe

Mal kurz durchatmen: In der Albert-Schweitzer-Schule in Rotenburg gibt es alle 20 Minuten eine Maskenpause, in der das Klassenzimmer quergelüftet wird. Trotz Maske im Unterricht freuen sich die Drittklässler (von links) Neele, Philip, Stina und Liam sehr darüber, nach den Ferien wieder in die Schule gehen zu können.
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Mal kurz durchatmen: In der Albert-Schweitzer-Schule in Rotenburg gibt es alle 20 Minuten eine Maskenpause, in der das Klassenzimmer quergelüftet wird. Trotz Maske im Unterricht freuen sich die Drittklässler (von links) Neele, Philip, Stina und Liam sehr darüber, nach den Ferien wieder in die Schule gehen zu können.

Von einem ruhigen und routinierten Schulstart nach dem Ende der Ferien sprechen die Schulleiter mit Blick auf das Coronavirus und die Hygieneregeln mit Masken- und Testpflicht.

Hersfeld-Rotenburg – Kaum Abmeldungen und positive Tests: Die Mehrheit der Schüler, der Eltern und Lehrer sei froh, dass am Präsenzunterricht festgehalten werde.

Von einer „gespannten Ruhe“ berichtete der Leiter des für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg zuständigen Staatlichen Schulamts Bebra, Jürgen Krompholz, nach den ersten Rückmeldungen aus den Schulen. Diese müssten sich freilich an die Vorgaben „von oben“ halten, bei der Organisation und Ausgestaltung etwa der Tests seien sie aber frei. In den meisten Schulen wird bei Unterrichtsbeginn unter Aufsicht der Lehrer im Klassenverband getestet. An größeren Schulen gibt es laut Krompholz aber auch eigene „Teststraßen“. Eine erneute Schließung gelte es unbedingt zu vermeiden, sagt der Schulamtsleiter, der mit Blick auf psychosoziale Folgen und fehlenden Lernstoff große Schäden bei den Kindern und Jugendlichen befürchtet. „Bildung und Schule funktioniert über menschliche Bindungen“, so Krompholz. Die Tests erhalten die Schulen vom Land, nur für die Bestellung sind sie selbst zuständig. Engpässe habe es dabei bisher noch keine gegeben.

Das regelmäßige Testen und die Maskenpflicht seien unter Schülern inzwischen akzeptiert, berichtet Kreisschülersprecherin Wiebke Maibaum, die selbst die Modellschule Obersberg in Bad Hersfeld besucht. „Das gehört längst zur Routine“, so die 17-Jährige. Sie betont aber auch, dass sie „mit gemischten Gefühlen“ in die Schule gehe, weil sie sich, wie viele Schüler, Sorgen um die kommenden Wochen und Monate mache. Der Kreiselternbeiratsvorsitzende Mario Knoch aus Rotenburg schaut ebenfalls etwas zwiegespalten auf den Schulstart. Einerseits freut er sich, dass der Unterricht in Präsenzform stattfindet. Andererseits hofft er, dass „sich nach den Ferien jetzt keine Hotspots entwickeln“. (Nadine Meier-Maaz/Sebastian Schaffner)

Maskenpflicht und drei Tests pro Woche

Schon vor Ende der Ferien hatte die Kultusministerkonferenz getagt, um über den Schulbetrieb trotz sich ausbreitender Omikron-Variante zu beraten. Hessens Kultusminister Alexander Lorz sprach von einem „starken Zeichen für den Präsenzunterricht“. Festgehalten wird am bekannten Schutz- und Hygienekonzept, zu dem die Maskenpflicht im Unterricht sowie wöchentlich drei Tests für nicht vollständig geimpfte Schüler gehören. Darüber hinaus regte Lorz eine Überarbeitung der Quarantäneregeln an. red/nm

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