Anke Hofmann ist noch längst nicht fertig

Rückbau auf Raten nach dem Hessentag in Bad Hersfeld

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Der große Sandkasten im Kurpark darf vorläufig bleiben. Hier hatte beim Hessentag das dm-Kinderland seinen Platz.

Nicht alles, was für den Hessentag installiert wurde, muss auch wieder weg. Oder zumindest nicht sofort. Im Kurpark zum Beispiel bleibt vorerst die Sandkiste bestehen. 

Anke Hofmann, die Hessentagsbeauftragte der Stadt Bad Hersfeld, ist auch drei Wochen nach dem Ende des Landesfestes noch längst nicht fertig. Sie ist auch für den Rückbau der Veranstaltungsorte, an denen sich während der zehn Festtage mehr als 860.000 Besucher vergnügt haben, zuständig.

Das Allermeiste von dem, was im Zusammenhang mit dem Hessentag im Stadtgebiet aufgestellt und installiert worden war, ist schon wieder verschwunden. Sperrungen gibt es keine mehr, auch sämtliche Parkplätze stehen wieder zur Verfügung.

Auch von der einstigen Sparkassen-Arena im Jahnpark ist nichts mehr zu sehen, ein Großteil der Spielanlagen ist wieder frei. Die vier extra gebauten Fluchtbrücken über die Geis werden zwar ebenfalls abgebaut, jedoch bleiben die Fundamente zunächst bestehen.

Über die Fundamente der Fluchtbrücken im Jahnpark wird erst entschieden, wenn die Nachnutzung klar ist.

„Ob sie künftig noch benötigt werden, hängt von der Nachnutzung dieses Bereichs ab“, sagt Anke Hofmann. Doch wie mit dem in die Jahre gekommenen Kunstrasenplatz verfahren werden soll, ist noch nicht entschieden.

Auch im Kurpark wird vorläufig nicht alles entfernt, was für den Hessentag aufgebaut wurde. Der große Sandspielplatz darf zunächst weiter genutzt werden. „Wir beobachten das bis zum Herbst“, sagt Hofmann und hofft, dass die Sandfläche nicht als Hundeklo missbraucht wird.

Zudem soll ein Teil des Erdhaufens aus der Ausstellung „Der Natur auf der Spur“ zur Bienenweide umgestaltet werden.

Der Wall zwischen östlichem Schilde-Park und Stadtring, der in einem Teilbereich der Ehrentribüne zum Festumzug weichen musste, soll wieder geschlossen werden. Weil diese Arbeit ordentlich ausgeschrieben werden muss, wird es aber voraussichtlich bis August dauern, bis an dieser Stelle etwas passiert.

Die Wiederherstellung des Walls im Schilde-Park (oben rechts) wird voraussichtlich im August erfolgen.

Im Stiftsbezirk hingegen arbeiten die Wassersprenger unermüdlich, um trotz sengender Sommersonne den vom Weindorf ramponierten Rasen wieder sprießen zu lassen. Anke Hofmann blickt gelassen auf die vielen braunen Stellen: „Im vergangenen Sommer hat’s hier schlimmer ausgesehen. Ohne Hessentag.“ 

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