Pläne sehen Handyempfang in allen Ortsteilen vor

Mobilfunkanbieter wollen auch die letzten Funklöcher im Kreis beseitigen

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Mit Handy ist hier bislang nichts zu machen: Ortsvorsteher Udo Aschenbrenner und Bürgermeister Georg Lüdtke vor der Licheröder Friedhofshalle. Den Standort hat die Gemeinde nun der Telekom als eine von drei Möglichkeiten für einen Mobilfunkmast vorgeschlagen.

63 neue Standorte für Mobilfunkstationen sollen auch die letzten Funklöcher im Kreis Hersfeld-Rotenburg abdecken. Telekom, Vodafon und Telefonica haben die Pläne bestätigt.  

Die Pläne schließen eine Abdeckung von Alheim-Licherode, Rotenburg-Atzelrode, Ronshausen-Machtlos und Hohenroda-Ransbach mit ein. Das sind die einzigen Ortschaften des Kreises, wo man bislang – auf großen Flächen der Dörfer – mit keinem der Mobilfunkanbieter Empfang hatte.

Im vergangenen Jahr hatte das Land Hessen angekündigt, gemeinsam mit den drei Anbietern 1100 neue Mobilfunkstationen zu bauen. Für Licherode hat die Telekom die Gemeinde Alheim bereits um Vorschläge für einen Standort gebeten. 

Außerdem laufen Planungen für eine Station bei Ransbach, wo man nur auf rund 50 Prozent der Dorffläche Empfang hat. „Wir begrüßen das natürlich sehr“, sagt Hohenrodas Bürgermeister Andre Stenda. Vieles im Alltag werde heutzutage über Smartphones gesteuert. Auch Vodafone hat sich schon bei der Gemeinde gemeldet – und Telefonica hat ebenfalls mit Planungen für Ransbach begonnen, teilt ein Unternehmenssprecher mit.

Handyempfang ist Standortfaktor beim Wohnen und Arbeiten

Im Rotenburger Ortsteil Atzelrode soll man mit Telefonica sogar schon Ende dieses Jahres Empfang haben. „Das freut mich total. Handyempfang ist ein großer Standortfaktor, beim Wohnen ebenso wie beim Arbeiten“, sagt Bürgermeister Christian Grunwald. Das Unternehmen habe allerdings noch keinen Kontakt zur Stadt aufgenommen.

Für den Ronshäuser Ortsteil Machtlos gibt es noch keinen konkreten Zeitplan. Allerdings hat Telefonica auch dort mit den Planungen begonnen. Die Telekom prüft noch, ob sie eine Station einrichten will. „Bisher weiß ich noch nichts Offizielles. Wir haben uns aber schon Gedanken gemacht, wo eine Mobilfunkstation gebaut werden könnte. Das ist wegen des Wasserschutzgebietes nicht ganz einfach“, sagt Bürgermeister Markus Becker.

Großer Bedarf in ganz Nordhessen

"Wir haben großen Bedarf in ganz Nordhessen“, sagt Landrat Dr. Michael Koch. „Deshalb bin ich der Landesregierung dankbar, dass sie die Verbesserung der Netzabdeckung finanziell unterstützen will. Wir hoffen, dass unsere weißen Flecken bald der Vergangenheit angehören werden.“ Genaue Zeitabläufe sind für die Einrichtung der neuen Standorte in den meisten Fällen noch nicht festgelegt worden.

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