Feierliche Einweihung

Englischer Eyecatcher: Rote Telefonzelle schmückt neuen Malmesbury-Platz 

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Ein echter Hingucker: Die rote, englische „Telephone-Box“ schmückt ab sofort den neuen Malmesbury-Platz am Schilde-Park. Darüber freuten sich besonders die Vertreter der beiden Freundschaftsvereine. Das komplette Bild sehen Sie, wenn Sie auf das Kreuzchen oben rechts klicken.

Die Festspielstadt hat einen neuen Blickfang: Knallrot und „very british“ ist die original englische Telefon-Box, die seit gestern den neuen Malmesbury-Platz schmückt.

Sie ist ein Geschenk der Freundschaftsvereine „Friends of Lullus“ und „Friends of Malmesbury“, der englischen Heimat von Stadtgründer Lullus. Am Mittwoch, dem 1233. Todestag von Lullus, wurde der Platz im östlichen Schilde-Park im Beisein von vielen Gästen aus Malmesbury eingeweiht.

Bürgermeister Thomas Fehling würdigte Lullus als einen der ersten Europäer und lobte das Engagement der beiden Freundschaftsvereine, die immerhin rund 5000 Euro für den Kauf und Transport der Telefonzelle aufgebracht haben. Dies sei ein deutliches Zeichen der Identifikation mit der gemeinsamen Geschichte, die verbinde. Mit Blick auf die Pläne für das Wever-Gelände als Stadtentwicklungsgebiet sprach Fehling von einem würdigen Ort für den Malmesbury-Platz.

Eine neue Adresse in Bad Hersfeld: Der Malmesbury-Platz im Herzen der Stadt.

Für die englischen Freunde aus Malmesbury sprach der frühere Town-Clerk, der Verwaltungschef von Malmesbury, und lobte die enge Beziehung und gute Freudschaft, die in den vergangenen Jahren zwischen den beiden Städten entstanden seien. Penfold sprach auch von den „den dunklen Schatten“ des Brexits: „Ich bin der Meinung, dass Länder aus Menschen bestehen, nicht aus Politikern“, sagte er unter dem Applaus der rund 100 Zuschauer. Was auch immer das Ergebnis des Brexits sein mag, nichts werde ihn und seine Frau auch in Zukunft daran hindern, „diese wunderschöne Stadt, die wir kennen und lieben gelernt haben, weiter zu besuchen und die Kameradschaft dieser guten Freunde zu genießen, die wir als direktes Ergebnis der Verbindung zwischen unseren beiden Städten gewonnen haben“. Auch Heinz-Jörg Kretschmer, der Vorsitzende des Bad Hersfelder Freundschaftsvereins, bekräftigte, dass die Unwägbarkeiten des Brexits nicht der Beziehung beider Städte schaden werde. „Gerade eine solche Städtefreundschaft sollte in diesen schweren Zeiten die persönlichen Freundschaften stärken. Politiker kommen und gehen, aber die Freundschaft bleibt bestehen.“

Für die evangelische Kirche würdigte Pfarrer Frank Nico Jaeger die Telefonzelle als Symbol der bereits bestehenden guten Verbindung nach England. Monsignore Bernhard Schiller nahm Bezug auf den Standort auf der Geisbrücke. Dies verkörpere auch Städtefreundschaft, die „eine Brücke über unruhige Wasser“ schlage.

Die Konrad-Duden-Schule zeigte einen kurzen Sketch über die Kommunikation in verschiedenen Zeitaltern. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Ulli Meiß und dem Blechbläserensemble, das passend zum englischen Nieselregen „Rule Britannia“ intonierte.

Die Telefonzelle wird übrigens noch einmal kurz abgebaut, bis das Beton-Fundament ausgehärtet ist, bevor sie für alle zu bewundern ist. (kai)

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