Geheimnis hinter reichen Beutezügen

Prozess um Einbrüche in Bad Hersfeld: Kranker Angeklagter plötzlich wieder gesund

Bad Hersfeld - Was hinter zwei Einbrüchen in Bad Hersfeld steckt, bleibt vorläufig ein Geheimnis: Der Prozess gegen zwei 24 Jahre alte Männer wurde kurzfristig abgesetzt.

Mehr als 14 000 Euro Beute bei einem Einbruch in der Breitenstraße in Bad Hersfeld, und aus einer Wohnung in der Jenaer Straße soll sogar Schmuck im Wert von rund 24 000 Euro gestohlen worden sein. Doch was hinter diesen beiden Beutezügen vom Dezember 2016 und Januar 2017 steckt, das bleibt vorläufig ein Geheimnis: Der Prozess gegen zwei 24 Jahre alte Männer wurde kurzfristig abgesetzt.

Einer der beiden aus Bad Hersfeld stammenden Angeklagten hatte sich am Montag bei Strafrichterin Silvia Reidt am örtlichen Amtsgericht krank gemeldet. Daraufhin hatte Reidt den für Dienstag anberaumten Verhandlungstermin aufgehoben und die Vorführung des in Untersuchungshaft sitzenden zweiten Angeklagten abgesagt.

Kurios: Am Dienstagmorgen tauchte der vermeintlich Kranke in Begleitung seines Bewährungshelfers im Gericht auf, um sich dem Verfahren zu stellen – nun allerdings vergebens.

Der Prozess wird in absehbarer Zeit neu terminiert werden. Dann gibt es möglicherweise auch Antworten auf die Frage nach den Hintergründen. Woher wussten die beiden Angeklagten – wenn sie die beiden Einbrüche tatsächlich begangen haben –, dass in den beiden Wohnungen derart reiche Beute zu machen war? Und wer hortet im Bad Hersfelder Stadtteil Helfersgrund Schmuck und Wertgegenstände von fast 25 000 Euro in seiner Wohnung?

Beide Angeklagte sind strafrechtlich keine unbeschriebenen Blätter. Sie sind vorbelastet, und gegen den inhaftierten Hersfelder laufen weitere Verfahren. Bei den Einbrüchen in der Breitenstraße und Jenaer Straße sollen sie laut Staatsanwaltschaft noch einen Komplizen gehabt haben, der allerdings gesondert verfolgt wird. (ks) 

Rubriklistenbild: © David-Wolfgang Ebener/dpa

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