Lullusfest Bad Hersfeld

Predigt mit Gemüseschneider beim Dippenmarkt

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Dippenmarkt: Gute Laune und Süßes in der Tüte.

Beim traditionellen Lollskrammarkt, dem Dippenmarkt, schoben sich tausende von Menschen auf der Suche nach Schnäppchen gutgelaunt durch die Bad Hersfelder Innenstadt.

Putzlappen hier, Socken, Grußkarten und Bonbons dort. Selbst für Hunde gab es einen Stand. Gut 130 Händler haben beim traditionellen Dippenmarkt am Mittwoch ihre Waren angeboten, und mitunter gab es kaum ein Durchkommen.

Hatte es am Morgen noch geregnet, kam am späten Vormittag die Sonne heraus. Zahlreiche Menschen strömten spätestens dann in die Innenstadt – einfach zum Bummeln oder um gezielt nach Schnäppchen Ausschau zu halten, die es so selbst im Verkaufsfernsehen nicht gibt.

Spiegeleier, Kartoffeln oder Kondensmilch: Am Stand von Granitpfannenhändler Peter Jacke brannte nichts an. Und seine Vorführungen samt launigen Erläuterungen zeigten durchaus Wirkung. Schnell versammelten sich interessierte Zuhörer um ihn, von denen manche dann auch tatsächlich ein oder mehrere Pfannen kauften, zum Sonderpreis versteht sich. Attraktiven Damen – und wenn es sein musste, auch nicht so attraktiven Männern – gab Jacke sogar noch einen Pfannenwender dazu ...

Braten mit Granit: Darauf schwört Pfannenhändler Peter Jacke.

Ähnlich ging es an anderen Ständen zu, an denen praktische Haushaltshelfer nicht nur angepriesen, sondern auch demonstriert wurden. Ruckzuck wurde da Gemüse und Obst geschnippelt oder die Scheibe geputzt. „Der Preis kommt am Ende der Predigt, wie die Kollekte auch“, spannte ein Verkäufer eine mögliche Kundin auf die Folter, wobei er fast genauso schnell sprach, wie er Zutaten für einen Bauernsalat klein häckselte.

„Der Krammarkt gehört einfach dazu“, meinte eine Dame, die mit einer Freundin dicke, wärmende Schals inspizierte.

Und auch Günter Sogel fand: „Der Dippenmarkt ist immer gut.“ Zwar lebe er mit seiner Frau inzwischen in Kassel, zum Lullusfest komme er als Herschfeller aber natürlich in die Kreisstadt. „Mein Mann muss mindestens einmal ans Feuer“, bestätigte Birgit Merz, die mehrere Tüten Kräuterbonbons mitnehmen wollte. „Wo gibt es die sonst?“

Die meisten Stände waren schon ganz früh am Morgen, um nicht zu sagen mitten in der Nacht, aufgebaut worden. Es war somit ein langer Tag für die Händler, denn geöffnet hatte der Krammarkt bis immerhin 18 Uhr.

Das mögen Hunde: Leckere Putenfüße.

Bereits von Weitem zu riechen waren übrigens die Produkte am Stand speziell für Hunde – Putenfüße, Knochen und mehr fanden dort durchaus Abnehmer.

Lullusfest 2019: Fotos vom Dippenmarkt

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