Zum Schutz von Schwächeren

Polizeiaktion: Kontrollen und Informationen für Fußgänger und Radfahrer in Osthessen

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Zwischen Radlern und Autofahrern kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Um die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, plant die Polizei diese Woche Schwerpunktkontrollen. 

Um die schwächeren Verkehrsteilnehmer über Gefahren im Straßenverkehr aufzuklären und sie zu sensibilisieren, kündigt das Polizeipräsidium Osthessen verstärkte Kontrollen an.

Fußgänger, Radfahrer und Fahrer von Elektrokleinstfahrzeugen sind erhöhten Gefahren im Straßenverkehr ausgesetzt. Insbesondere bei Kindern und älteren Menschen kommt es tendenziell öfter zu Fehleinschätzungen im Erkennen und Vermeiden von Gefahrensituationen. Um diese schwächeren Verkehrsteilnehmer über Gefahren im Straßenverkehr aufzuklären und sie zu sensibilisieren, wird das Polizeipräsidium Osthessen zwischen dem 4. und 10. Mai verstärkt in den osthessischen Landkreisen kontrollieren.

Unter anderem soll den Verkehrsteilnehmern in Gesprächen vermittelt werden, dass Fußgänger und Fahrradfahrer im Vergleich zu motorisierten Verkehrsteilnehmern deutlich weniger geschützt sind. Insbesondere Zusammenstöße mit Kraftfahrzeugen, aber auch Verkehrsunfälle von Fußgängern und Radfahrern untereinander, haben in den meisten Fällen einen Personenschaden zur Folge, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

Pressesprecher Patrick Bug betont aber, dass Fußgänger und Radfahrer annähernd die Hälfte der Unfälle selbst verursachen oder einen nicht unerheblichen Beitrag zur Unfallentstehung leisten. Wesentliche Faktoren sind, neben der mangelnden Regelbefolgung, auch der Verzicht auf reflektierende Kleidung und persönliche Schutzausstattung (z.B. Fahrradhelme).

Auch für Fahrer von Pedelecs hat die Polizei wertvolle Hinweise. Deren Zahl steigt seit Jahren an. Aufgrund des unterstützenden Hilfsantriebs wird ein schnelleres Fahren möglich, die Unfallgefahr steigt. Das zeigt auch die zunehmende Zahl der Gesamtunfälle in den letzten Jahren.

Deshalb rät die Polizei:

- Bitte üben Sie mit dem Pedelec vorher auf verkehrsarmen Straßen und Plätzen. Dies gilt vor allem für das Anfahren, Fahren von Kurven und Bremsen.

- Fahren Sie besonders vorausschauend und rücksichtsvoll. Beobachten Sie andere Verkehrsteilnehmer und fahren Sie rechtzeitig langsamer.

- Tragen Sie immer einen geeigneten Helm.

Seit Mitte 2019 ist der Betrieb von sogenannten Elektrokleinstfahrzeugen (Elektrorollern, E-Scootern) im öffentlichen Verkehrsraum erlaubt. Mit diesen Fahrzeugen kommt es immer wieder zu Unfällen mit teils erheblichen Verletzungen.

Auch hier hält die Polizei Ratschläge parat:

- Tragen Sie immer einen geeigneten Helm.

- Trainieren Sie die Funktionsweise des Fahrzeugs sowie Brems- und Ausweichmanöver vorab auf wenig frequentierten Verkehrsflächen.

- Die Polizei rät dringend davon ab, ein Kraftfahrzeug unter dem Einfluss von Alkohol zu benutzen. E-Scooter sind Kraftfahrzeuge im Sinne des Gesetzes, daher gelten dieselben Alkoholgrenzwerte wie beispielsweise beim Auto- oder Motorradfahren.

Neben der präventiven Arbeit werden die Polizeibeamten bei den Kontrollen ein Augenmerk auf Ordnungswidrigkeiten wie zum Beispiel Rotlichtverstöße, Ablenkung durch die Nutzung von Smartphones (MP3-Player, Kopfhörer), falsche Fahrbahnbenutzung durch Fahrradfahrer und Elektrokleinstfahrzeuge oder Parkverstöße auf Fuß- und Radwegen legen.

Außerdem überprüfen sie die ordnungsgemäße Nutzung von Sicherheitseinrichtungen, wie Sicherheitsgurte, Kindersitze, Fahrradhelme und die Verkehrssicherheit von Fahrrädern und Elektrokleinstfahrzeugen.  red/zac

Weitere Informationen für lebensältere Menschen in Sachen Verkehrsprävention gibt es im Internet untersenioren-sind-auf-zack.de

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